Text-Bild-Ansicht Band 256

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nach IV gedreht und damit der Sperrhaken G ausgerückt wird. Das Federhaus wird dann am Umfange durch die Sperrklinke H gehalten, während sich die Nabe und mit dieser mittels des Muffes E die Achse unter Einwirkung der Spiralfeder W in der Pfeilrichtung dreht und damit den Wagen vorwärts treibt. Stände der Führer hinten und führe der Wagen in entgegengesetzter Richtung, so würde man ganz denselben Erfolg erzielen; die Feder treibt den Wagen immer nach der Seite hin, von welcher die Bewegung der Schaltvorrichtungen ausgegangen ist.

Ist der Wagen am Ende der Bahn angekommen und die Feder von vorn aus gespannt, so schaltet man hinten die Bremse ebenfalls ein, indem man dort das Excenter in die Lage II bringt, worauf man das Excenter vorn in die Lage I zurückdreht. Die Feder wird gespannt bleiben und nachher, von hinten ausgelöst, den Wagen nach rückwärts treiben.

Weiter ist es möglich, die Arbeit der Feder augenblicklich zu unterbrechen und später wieder aufzunehmen; es genügt hierfür, das Excenter aus IV nach I zu drehen, wodurch, da dann beide Kuppelungsmuffen E und D im Eingriffe stehen, die Feder in gespanntem Zustande bleiben wird, um dann bei einer Drehung des Excenters nach IV wieder in Thätigkeit zu treten.

Sollte die Feder den Wagen zu rasch vorwärts treiben, so kann man durch rasches Rückwärtsdrehen der Kurbel die Reibungsbremse anziehen und dadurch einen Widerstand schaffen, ohne durch diese Drehung der Kurbel die Wirkung der Feder zu unterbrechen, da das Excenter in seiner Stellung durch die Sperrklinke t festgehalten wird.

Diese Vorrichtung hat an einem schweren Antwerpener Straſsenbahnwagen versuchsweise mehrere Tage gearbeitet, ohne auch nur ein einziges Mal zu versagen. Selbst in den stärksten Krümmungen zog die Feder den von Neugierigen überfüllten Wagen immer sicher an, so daſs das vorgespannte Pferd sich mit schlaffen Zugseilen in Gang setzen konnte. Wenn nun auch während dieser Versuchszeit der Maschinist die Bremskurbel handhabte, so unterliegt es doch keinem Zweifel, daſs in Anbetracht der Einfachheit der Handhabung und wegen der Abwesenheit jedes dem Führer unbekannten Bewegungstheiles nicht viel Uebung erforderlich ist, um sich vollständig damit vertraut zu machen. (Nach der Zeitschrift des Vereins deutscher Ingenieure, 1885 S. 845.)

Neuere Zündvorrichtungen für Gaskraftmaschinen.

Patentklasse 46. Mit Abbildungen im Texte und auf Tafel 13.

Die Entzündung des Gasgemisches im Arbeitscylinder erfolgt, wenn dasselbe nur unter Atmosphärendruck steht, gewöhnlich durch eine in