Text-Bild-Ansicht Band 258

Bild:
<< vorherige Seite

Absperrschieber für Papierstoff.

Mit Abbildung auf Tafel 16.

Zum Auslassen von Papierstoff aus Kochern u. dgl. sind Hähne nöthig, die bei groſser freier Durchlaſsöffnung doch einen sichern kräftigen Verschluſs ermöglichen, welcher hohem Dampfdrucke widersteht. Eine amerikanische Construction dieser Art ist nach der Papierzeitung, 1885 * S. 1550 in Fig. 15 Taf. 16 veranschaulicht. Ein der Anordnung von Thompson (vgl. 1885 257 * 47) ähnlicher Absperrschieber ist so eingerichtet, daſs das Oeffnen und Schlieſsen schnell mittels eines Handhebels erfolgen kann, während die Abdichtung durch eine Schraubenspindel mittels Handrad ausgeführt wird. Der Schieber besteht aus zwei Theilen L, welche von einem Bunde O der Spindel D bei deren Auf- und Abbewegung mitgenommen und durch Drehung derselben, indem sich der das Muttergewinde besitzende Keil K an ihre Keilflächen legt, aus einander an die Dichtungsflächen gepreſst werden. Der obere Theil der Spindel D ist gelenkig in den sie umfassenden, von Hand zu bewegenden Hebel H angehängt, der seinerseits wieder an einen Gegenlenker H1 angeschlossen ist.

Gülcher's mechanischer Buckskin-Webstuhl; von G. Rohn.

Patentklasse 86. Mit Abbildungen auf Tafel 17.

Auf der Industrie- und Gewerbeausstellung in Görlitz 1885 hatte R. J. Gülcher in Biala zum ersten Male seinen neuen mechanischen Webstuhl für Buckskin und tuchartige Stoffe (vgl. * D. R. P. Nr. 20274 vom 20. November 1881) zu allgemeinerer Besichtigung gebracht, nachdem derselbe bereits in Oesterreich mit Erfolg in die Praxis eingeführt wurde. Ist dieser Webstuhl auch nicht in allen Einzelheiten als neu zu betrachten, so zeichnet sich derselbe doch durch zweckmäſsige eigenartige Anordnung einiger der hauptsächlichsten Bewegungsmechanismen vortheilhaft aus, so daſs er, wenn auch die bekannten mechanischen Tuchwebstühle im Allgemeinen nicht übertreffend, denselben doch gleichwerthig zur Seite zu stellen und daſs in Folge dessen zu den in Deutschland und Oesterreich allgemeiner bekannten und eingeführten Webstühlen für breite tuchartige Gewebe eine neue Construction hinzu zu zählen ist; es bestehen demnach jetzt folgende: Zwei von der Sächsischen Webstuhlfabrik (L. Schönherr) in Chemnitz stammende Webstühle, der Webstuhl der Sächsischen Maschinenfabrik (R. Hartmann) in Chemnitz, der Webstuhl der Groſsenhainer Webstuhl- und Maschinenfabrik (A. Zschille) in Groſsenhain und der nachfolgend zu beschreibende Gülcher'sche Webstuhl. Während die Hartmann'sche und die Zschille'sche, wie auch die