Text-Bild-Ansicht Band 259

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anderen Richtung die Last L in jeder beliebigen Stellung der Laufkatze Q gehoben oder gesenkt. Dabei muſs jedoch die Trommel w1 an jeder Drehung verhindert werden und ist zu diesem Zwecke eine Einrichtung getroffen, durch welche bei der Verschiebung der Welle K die Trommel w1 selbstthätig festgestellt wird. Auf der Achse von w1 sitzt ein Sperrrad T, in welches die Klinke t einfällt. Dieselbe ist mit einem Gleitschuhe c versehen und wird durch die Feder x beständig auſser den Zähnen von T gehalten. Bei der Verschiebung der Welle K drückt jedoch ein Stellring b auf derselben den Schuh c nieder und damit die Klinke t in die Zähne des Sperrrades T. Wird die Welle K wieder zurück in die punktirt gezeichnete Lage geschoben, so wird die Trommel w1 wieder frei und R treibt dann beide Trommeln w und w1 gleichzeitig. Dabei wird das Seil auf einer Trommel auf-, auf der anderen abgewickelt, so daſs die Last L in ihrer Höhenlage verbleibt und nur die Katze Q verschoben wird.

Tragrolle für Seilstraſsenbahnen.

Mit Abbildung auf Tafel 11.

Bei Seilstraſsenbahnen ist es nöthig, den am Wagen befestigten Klemmbacken möglichst wenig tief unter der Fahrbahn laufen zu lassen. Man macht deshalb gewöhnlich den oberen Theil m des Klemmbackens (Fig. 19 Taf. 11) fest und nur den niederen Theil n desselben in senkrechter Richtung beweglich und gibt dem ersteren eine solche Höhe, daſs der geschlossene, an das Seil geklemmte Backen mit dem Seile gerade frei über die Tragrollen a hinweggeht, wie in Fig. 19 rechts punktirt gezeichnet ist. Der Klemmbacken muſs beim Oeffnen so weit aus einander gestellt werden, daſs das in Durchbiegungen hängende Seil noch frei durch den Backen laufen kann, und deshalb müssen die Tragrollen dem Untertheile n bei frei laufenden Wagen ausweichen können. Eine so ausweichende Lagerung für Tragrollen hat die Maschinenbau-Anstalt Humboldt in Kalk bei Köln (* D. R. P. Kl. 20 Nr. 33 270 vom 15. Februar 1885) angegeben und zeichnet sich diese Lagerung hauptsächlich durch leichte Beweglichkeit und dadurch aus, daſs sie keiner Schmierung bedarf.

Wie aus Fig. 19 Taf. 11 zu entnehmen, ist die Tragrolle a in einem Rahmen b gelagert, welcher mittels scharfer Zungen in Winkelhebeln d hängt. Die Winkelhebel d sind auch mit solchen Zungen in dem in einer Grube unter der Fahrbahn eingelassenen Gestelle i drehbar und ist an sie wieder durch Zungen für alle Hebel d gemeinschaftlich das Gewicht g angehängt. Wenn der niedergelassene Backentheil n von rechts oder links gegen die Rolle a trifft, so schwingt dieselbe entsprechend aus. Die Winkelhebel auf der Seite der Ausschwingung haben