Text-Bild-Ansicht Band 259

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während die Gangart zurückbleibt. Aus entfetteten Knochen soll Calciumphosphat gelöst werden, während der Knochenknorpel zurückbleibt und zur Leimfabrikation verwendet werden kann. Wird die Lösung unter Atmosphärendruck gebracht, so scheidet sich kohlensaures Calcium aus; wird auf 100° erwärmt, so fällt auch das phosphor-saure Calcium aus.

Zur Ausführung des Verfahrens saugen die Pumpen C (Fig. 9 Taf. 18) aus dem mit Kohlensäure gefüllten Gasbehälter A Kohlensäure und treiben sie mit dem durch die Pumpen D gelieferten Wasser durch Rohre E in das Vertheilungsrohr F; von hier tritt die wässerige Kohlensäure z.B. durch Rohr a in den mit bereits ausgelaugten Phosphoriten u. dgl. gefüllten Thurm J (vgl. Fig. 8); die Lösung geht durch das Rohr b in den nächsten Thurm K, dann durch L in den frisch gefüllten Thurm M, schlieſslich durch Rohre m, N und o in die Vorrathsbehälter P, aus welchen die freie Kohlensäure durch Rohre Q zum Gasbehälter zurückströmt. Ist der Inhalt von J völlig ausgelaugt, so wird er durch eine neue Füllung ersetzt und die Kohlensäure zuerst in den Thurm K gepreſst, während die Lösung durch k, N, o nach P gelangt u.s.f.

A. Coze's Retorten mit selbstthätiger Beschickung.

Mit Abbildungen.

Zur Destillation von Kohlen und ähnlichen Stoffen empfiehlt A. Coze in Reims (* D. R. P. Kl. 26 Nr. 33959 vom 28. März 1885) schräg liegende Retorten, so daſs die oben eingestürzten Kohlen eine gleichmäſsige Schicht bilden und die Rückstände leicht herausrutschen.

Textabbildung Bd. 259, S. 271
Das hochliegende Ende der Retorten a ist mit einer Ansatzröhre b zum Einfüllen des Materials versehen; dieselbe steigt senkrecht aufwärts, bis sie aus dem Ofen austritt, wo sie alsdann mit einem Deckel c fest