Text-Bild-Ansicht Band 259

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also bei abgestelltem Injector, ist das Rohr D für den Dampf geöffnet, der kleine Injector mithin in Thätigkeit; bei theilweise geöffnetem Rohr C, also beim Anstellen bezieh. Abstellen des Injectors ebenfalls und nur beim vollen Oeffnen des Ventiles C, wenn also der Injector in Wirkung ist und kein Wasser verliert, ist D abgestellt.

Ist an dem Injector eine Vorrichtung angebracht, mittels welcher das Ueberlaufrohr desselben abgeschlossen oder geöffnet werden kann, so kann man auch leicht die Vorrichtung zum Oeffnen und Schlieſsen dieses Rohres mit der Vorrichtung zum Oeffnen und Schlieſsen der Dampfzuführung zum kleinen Injector verbinden, derart, daſs mit dem Ablassen des Ueberlaufwassers auch der Dampf zu letzterem zugelassen und mit dem Absperren des Verlustwassers abgestellt wird. Da diese abschlieſsenden Theile meist durch Hebel bewegt werden, so vereinigt man diese in passender Weise. Die besondere Anordnung wird sich nach den örtlichen Verhältnissen, namentlich der Lage der Apparate gegen einander richten.

C. L. Strube in Buckau-Magdeburg (* D. R. P. Kl. 59 Nr. 33153 vom 7. März 1885, Zusatz zu * Nr. 12129, vgl. 1881 240 * 173) hat an seinem Injector, bei welchem das Ende der Dampfdüse den Wasserzutritt zur Mischdüse regelt und der Dampfzutritt im Anfange der Speisung erst durch ein in der Dampfdüse liegendes Röhrchen erfolgt, eine Neuerung dahin gehend getroffen, daſs, wie aus Fig. 5 Taf. 22 zu entnehmen, das Ansaugeröhrchen s fest mit der Hohlspindel d verbunden ist und eine in letzterer angeordnete Spindel s1 ein unabhängiges Oeffnen von s gestattet. Beim Speisen wird das Röhrchen s zuerst geöffnet und die Dampfdüse d erst gehoben, wenn das Wasser angesaugt ist. Darauf kann s wieder geschlossen werden.

C. van der Valk's Dampfdrosselventil.

Mit Abbildung auf Tafel 22.

Um die Schwankungen der Dampfspannung, welche je nach dem wechselnden Dampfverbrauche bei unregelmäſsigem Gange der Dampfmaschine im Schieberkasten auftreten, auszugleichen, hat Ch. van der Valk in Rotterdam (* D. R. P. Kl. 14 Nr. 33972 vom 9. Juli 1885) das in Fig. 7 Taf. 22 veranschaulichte Drosselventil in Vorschlag gebracht. Dasselbe wird mit der unteren Flansche auf den Schieberkasten der Dampfmaschine gesetzt, während der seitliche Stutzen an das Dampfzuleitungsrohr angeschossen ist. Der Dampf geht durch die Oeffnungen a einer eingesetzten Hülse, welche von dem Kolben b mehr oder weniger geöffnet werden. Die Stange des Kolbens b ist mit einem Hebel c verbunden, welcher wieder durch eine Schraubenfeder d mit dem Hebel f für den kleinen Kolben h in Verbindung steht. In den