Text-Bild-Ansicht Band 259

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(vgl. 1884 251 * 443), die Kastenreihen sich durch ihr Eigengewicht senken, H ist die Musterkette, an welche die Zahnstangenrahmen G, deren zwei für jede Seite des Stuhles vorhanden sind, durch die Wirkung einer Blattfeder J gedrückt werden. Die Zahnstangenrahmen greifen unten in Räder K, welche mit zwei auf einander gesteckten Excentern, wie bei dem Schützen Wechsel von G. G. Hodgson (1884 251 * 447), in Verbindung stehen. An dem entsprechend 3 oder 4 verschieden hohe Stellungen – je nachdem die Excentricität bei beiden Excentern gleich oder verschieden ist – einnehmenden Hebel L ist eine Kette befestigt, die in der angegebenen Weise über die Rollen M geführt und an welcher die Stange P der Schützenkastenreihe Q angehängt ist.

Zu erwähnen bleibt noch die Einrichtung zur Regelung des Abschieſsens in Verbindung mit dem Schützenwechsel (vgl. Gülcher 1885 258 * 248). Die Schneller werden dabei nicht von Zungen in den gegenüber liegenden Schützenkasten beeinfluſst, sondern unmittelbar von der Musterkette H aus; zu diesem Zwecke sind noch zwei weitere Zahnstangenrahmen G vorhanden.

Wenn auch die Aufhängung der Schützenkastenreihen und die Verbindung mit dem Bewegungsmechanismus wegen der ungleichen Kraftäuſserung beim Auf- und Niedergange, sowie durch die leicht zu Unrichtigkeiten Anlaſs gebende Kette nicht zu empfehlen ist, so gewährt dieselbe der Lade in Bezug auf den Schützenwechsel eine unabhängigere Bewegung. Der ausgestellte Webstuhl machte bei einer Blattbreite von 2286mm bis 84 Schuſs in der Minute. (Vgl. auch Textile Manufacturer, 1885 * S. 227.)

J. O. Obermaier's Apparat zum Färben von Gespinnstfasern.

Mit Abbildung auf Tafel 2.

An seinem Apparate zum Färben, Waschen u. dgl., bei welchem die Gespinnstfasern in zusammengepreſster Lage zwischen Siebcylindern dem kreisenden Flüssigkeitsstrome ausgesetzt werden, hat Jul. Otto Obermaier in Lambrecht (* D. R. P. Kl. 8 Nr. 33562 vom 10. Mai 1885, 2. Zusatz zu Nr. 23117, vgl. 1884 253 * 126) eine besondere Einrichtung des Siebkessels zur Aufnahme der zu behandelnden Stoffe angegeben, welche den Zweck hat, denselben zum Einsetzen in eine Schleudermaschine geeignet zu machen.

Bei dem Obermaier'schen Verfahren sollen die Faserstoffe in einem Kessel, in fester Lage verbleibend, ihre verschiedene Behandlung erfahren, indem einfach der Kessel nach einander in die Behälter mit den verschiedenen Flüssigkeiten eingesetzt wird, in denen Flügelpumpen den kreisenden Strom hervorrufen. Dabei zeigt sich jedoch die Nothwendigkeit, die Faserstoffe vor dem Versetzen in die nächste Flüssigkeit erst auszuschleudern. Der innere der beiden Siebcylinder B und C (Fig. 11