Text-Bild-Ansicht Band 261

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schräg gestellte Flügel f angebracht, welche durch die Ringöffnung d kalte oder warme Luft oder Gase ansaugen, so daſs die vom Schleuderkessel in feinen Strahlen ausgeworfene und von dem Kessel D aufgefangene Flüssigkeit eine Kühlung oder Erwärmung oder weiterhin auch eine chemische Behandlung durch Gase erfährt. Der Antrieb für die gemeinschaftliche Achse der drei Schleuderapparate liegt unterhalb des Behälters C. Die Flüssigkeit flieſst aus dem Kessel D durch den Stutzen e ab.

Da die Füllung des Schleuderkessels S bald unbrauchbar wird und dann für das Einsetzen neuen Materials in demselben der ganze Apparat zum Stillstande kommen würde, so werden, um einen beständigen Betrieb zu ermöglichen, mehrere solcher Schleuderapparate I bis VI (vgl. Fig. 5 Taf. 3) im Kreise neben einander liegend angeordnet. Die Flüssigkeitsbehälter A bis F dieser Apparate umschlieſsen einen gröſseren Kessel G und sind selbst von einem ringförmigen Behälter H umschlossen, welcher bei J seinen Ablauf besitzt. Die Verbindungen zwischen den Behältern A bis F und den Kesseln G und H werden durch Ventile v1 bis v6 und V1 bis V6 abgesperrt. Aus der Auffangtrommel jedes Apparates I bis VI wird die Flüssigkeit durch den verlängerten Ablaufstutzen sofort in den Behälter des nächsten Apparates geleitet. Die Flüssigkeit kann also zu wiederholter Behandlung durch mehrere Apparate nach einander geführt werden.

In dem Kessel G befindet sich nun die zu behandelnde Flüssigkeit und durch das Oeffnen des Ventiles v1 tritt dieselbe in den Behälter A. Von A aus geht sie durch mehrere Apparate z.B. bis in den Behälter E und flieſst aus demselben durch Oeffnen des Ventiles V5 nach H ab. Ist nun das Futter des Schleuderkessels im Apparate I verbraucht, so wird v1 und V5 geschlossen, dagegen v2 und V6 geöffnet, so daſs die Behandlung der Flüssigkeit noch auf die gleiche Dauer erfolgt, während die Neuausfütterung des Schleuderkessels im nun still gestellten Apparate I vor sich gehen kann.

Ueber Neuerungen an Gasdruckreglern.1)

Patentklasse 26. Mit Abbildungen auf Tafel 3.

Zur Vermeidung der dauernden Schwingungen bei Gasdruckreglern sucht man die Bewegung des Regulirventiles zu verzögern. Eine Einrichtung hierzu an Gasdruckreglern mit Flüssigkeil sabschluſs haben Friedrich Siemens und Comp. in Berlin (* D. R. P. Nr. 34806 vom 12. Juni 1885) angegeben: In Fig. 14 Taf. 3 ist bei a der Eintritt des Gases, bei b der Austritt des durch das Ventil c in seiner Pressung geregelten Gases.

1)

Vgl. Uebersicht 1880 287 * 44. Unckel 1881 241 * 28. 1882 246 * 415. Sugg 1881 241 * 65. Elster 1884 251 * 451. 1885 256 * 73. Braundbeck 1884 253 * 406. Goebel 1884 254 * 464. Pähler 1885 256 * 246.