Text-Bild-Ansicht Band 261

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Stahlmagnete f und g anzubringen; der Elektromagnet c würde dann in dem vom Excenter hin und her bewegten, sonst den Vertheilungsschieber umfassenden Rahmen untergebracht und auf den letzteren, welcher mit einem Eisenanker versehen und frei beweglich ist, wirken. Es sind bei dieser einfachen Schiebersteuerung dann keine Stromumkehrungen, sondern nur Stromunterbrechungen nöthig.

G. Wild's schwingender Wassermotor.

Mit Abbildungen auf Tafel 7.

Um bei schwingenden Wasserdruckmotoren1) die Steuerung zu entlasten, hat G. Wild in Zürich (* D. R. P. Kl. 88 Nr. 34802 vom 18. September 1885) die Ein- und Austrittskanäle ober- und unterhalb des Kolbens zu beiden Seiten des Cylinders in den Seitenschildern des Gestelles angeordnet. Wie aus Fig. 7 und 8 Taf. 7 zu entnehmen, tragen die hohlen Schilder a in Lagern die Zapfen c des Cylinders d und besitzen die durch Scheidewände getrennten Kanäle e1 und e2 für den Eintritt und Austritt des Wassers. Die Kanalverbindung mit dem Cylinder d geschieht durch die Oeffnungen g1 und g2 der Schilder und entsprechende Oeffnungen h der Cylinderwandung, deren Abstand von der Mittelachse der Maschine dem Ausschlage des Cylinders entspricht. Die Querstücke k vermitteln durch ihre Höhlung die Verbindung der Schilder a mit dem Zuleitungs- und Ableitungsrohre l1 und l2. Diese Verbindungsstücke k sind leicht nachstellbar; man braucht z.B., nachdem die Gleitflächen einmal abgerichtet worden sind, nur die Dichtungszwischenlagen an den Seiten zu verdünnen. Die Schwingung des Cylinders ist eine solche, daſs die beiden unteren Oeffnungen h im Seitenausschlage vor den beiden unteren Eintrittskanälen g1 stehen, während sich gleichzeitig die oberen Oeffnungen h vor den beiden oberen Austrittskanälen g2 befinden. Der Ausschlag des Cylinders in entgegengesetzter Richtung stellt die Oeffnungen h unten vor die unteren Austrittskanäle g2 und oben vor die oberen Eintrittskanäle g1. Es findet also durch den gleichseitigen Ein- und Austritt die Entlastung der Gleitflächen statt.

Gustin's Kraftmaschinen-Kuppelung.

Mit Abbildung auf Tafel 7.

Zur Vermeidung der bei Kimkenkuppelungen für zwei verschiedene Kraftmaschinen (vgl. King 1885 258 * 434) auftretenden Stöſse beim Einfallen der Klinken haben Gustin und Sohn bei einer auf der Pariser

1)

Vgl. A. Schmid 1875 215 * 15. Haag 1875 215 * 193. Wyß und Studer 1875 218 * 281. Mégy 1886 259 * 483.