Text-Bild-Ansicht Band 261

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der Behälter und kehrt zu seinem Schiffe zurück. Das Boot kann mit seinem Schiffe in Verbindung bleiben, bei geringen Entfernungen mittels eines Telephondrahtes, sonst mittels Raketen.

E. Kaselowsky's Signal- und Aufzeichenapparat für elektrische Lampen.

Damit die dynamo-elektrische Maschine in einem Stromkreise von gleichem Widerstände arbeite, ordnet E. Kaselowsky in Berlin (* D. R. P. Kl. 74 Nr. 35032 vom 28. Juli 1885) in seinem vornehmlich für das Signalisiren auf Schiffen bestimmten Signalapparate für verschieden gefärbte oder verschieden gruppirte elektrische Glüh- oder Bogenlampen zu jeder Signallampe bezieh. Signallampengruppe eine dieser an Widerstand vollkommen gleiche Ersatzlampe bezieh. Ersatzlampengruppe an, welche so in die den Strom von der Maschine zuführende Leitung eingeschaltet werden, daſs je nach der Stellung eines Umschalters entweder die Signallampe oder die Ersatzlampe bezieh. Gruppe den Strom erhält. Ein in den Stromweg nach der Signallampe eingeschalteter Morse-Schreibapparat markirt durch einen Strich auf einen Papierstreifen die Zeit, während welcher die Signallampe den Strom erhält, und damit man dabei auch erkennen kann, ob diese Lampe wirklich brenne, wird der Elektromagnet des Morse-Apparates befähigt, die Stromstärke zu messen; dies geschieht so, daſs man den liegenden Hufeisen-Elektromagnet in zwei Stabelektromagnete auflöst und den auf diese Weise noch gewonnenen beiden Polen einen zweiten Anker gegenüberstellt und denselben mit einem Zeiger derart verbindet, daſs derselbe auf einer Skala die Stärke der stattfindenden elektromagnetischen Anziehung, d.h. die Stärke des Lampenstromes anzeigt. In einem geschlossenen Raume neben dem Morse-Apparate wird die Ersatzlampe untergebracht; in der einen Umfassungswand dieses Raumes aber ist ein mit einer Glasplatte verschlossenes Fenster vorgesehen, welches hell oder dunkel ist, je nachdem die Ersatzlampe brennt oder nicht. Man kann sich also jederzeit durch Beobachtung des Zeigers und des Fensters überzeugen, ob die Ersatzlampe sich mit der zu ihr gehörigen Signallampe regelmäſsig im Brennen ablöst oder nicht.

Entfernung des Rostes von Maschinentheilen.

In der Chronique industrielle bezieh. dem Génie civil, 1886 Bd. 9 S. 175 wird zur Entfernung des Rostes von eisernen Maschinentheilen ein Gemenge von 15 Th. Cyankalium, 15 Th. Seife und 30 Th. Schlämmkreide empfohlen.

Zusammensetzung des Stachelbeerweines.

Ein mit Rohrzucker vergohrener, sonst aber reiner Stachelbeerwein enthält nach K. Marquardt (Zeitschrift für analytische Chemie, 1886 S. 156) 14,64 Vol.-Proc. Alkohol, 14,39 Proc. Extract, 10,83 Proc. linksdrehenden Zucker, sowohl vor als nach der Invertirung, und 0,767 Proc. freie Säure, auf Apfelsäure berechnet. Ferner:

Flüchtige Säure, berechnet auf Essigsäure 0,021
Glycerin 0,990
Mineralbestandtheile 0,260
Weinstein mit 0,029 Kali 0,117
Schwefelsäure 0,013
Chlor 0,009
Phosphorsäure 0,019
Kali 0,134
Natron 0,050
Kalk 0,012
Magnesia 0,007

Polarisation im 200mm-Rohr nach Soleil-Ventzke – 16,3°, nach der Vergährung des Zuckers ± 0°.

Zur Kenntniſs des Hanföles.

Nach Versuchen von A. Bauer und K. Hazura (Monatshefte für Chemie, 1886 S. 216) ist die durch Verseifen von Hanföl erhaltene Hanfölsäure völlig der Leinölsäure gleich; ihre Salze krystallisiren nicht, oxydiren sich begierig an der Luft und sind mit Ausnahme der Alkalisalze in Wasser unlöslich; in