Text-Bild-Ansicht Band 261

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Hierzu wird neben dem mit Wasser gefüllten Heizkörper H (Fig. 5 Taf. 16), durch welchen ein Dampfrohr s führt, ein Rohr m angeordnet, das durch je ein Querrohr mit der Dampfzuleitung und mit dem Ende des Dampfrohres s verbunden ist. Das sich in letzterem bildende Wasser flieſst somit in das Rohr m und aus diesem durch das Röhrchen o ab. In dem Rohre m ist nun das Rohrstück n beweglich angeordnet und kann dasselbe also z.B. durch eine kleine Winde w mittels Stahlband auf und ab bewegt werden. Die Höhenlage der oberen Mündung des Rohres n bestimmt aber die Höhe der Anstauung des Wassers in w, also auch im Dampfrohre s, da das Wasser nur durch n aus dem Rohre m nach o gelangen kann, indem unten zwischen m und o ein Quecksilberverschluſs hergestellt ist. Je höher also n gezogen wird, desto mehr wird sich im Rohre s das Wasser anstauen, so daſs die Dampfheizfläche entsprechend verkleinert wird. Die Stellung der Drehachse der Band winde w entspricht somit der jeweilig erhaltenen Heizfläche des Dampfrohres s, so daſs dieselbe auch durch einen an der Drehachse von w angebrachten Zeiger angegeben werden kann.

Noch sei erwähnt, daſs neuerdings Bechern und Post in Hagen i. W. die Mäntel ihrer Dampfheizkörper (vgl. 1885 258 * 414) aus 4cm dicken Papierplatten herstellen und auf den so gebildeten parallelopipedischen Kasten einen Schieber aus gleichem Stoffe legen. Solche Mäntel sind für Wärme möglichst undurchlässig, wie es für die Regelung der Wärmeabgabe der Heizkörper unbedingt erforderlich ist.

Ueber eine von Cortella zu Brüssel in Antwerpen 1885 ausgestellte Heizkammer für Dampf- oder Wasser-Luftheizung berichtet Herm. Fischer in der Zeitschrift des Vereins deutscher Ingenieure, 1885 * S. 891. Die guſseisernen Heizröhren liegen in der Heizkammer über einander, von deren Hohlraum durch eine Blech wand ein schmaler lothrechter Schacht abgetrennt ist, der unten mit dem Frischluftkanale in Verbindung steht. An die Decke der Kammer schlieſst mit einer Krümmung der Abführungskanal der Heizluft an und zwar kann in diesen Kanal heiſsere Luft aus der Heizkammer, wie auch kältere Luft aus dem Schachte treten. Durch einen zwischen Kanal und der Heizkammerdecke eingeschalteten Mischschieber kann nun der Eintritt jeder der beiden Luftarten in den Kanal mehr oder weniger gehemmt, die Mischung also der gewünschten Temperatur entsprechend geregelt werden.

Ueber die Messung der Geschwindigkeit von Geschossen.

Mit Abbildungen.

Prof. E. J. Houston in Philadelphia gibt im Journal of the Franklin Institute, 1885 Bd. 120 * S. 134 einige Mittheilungen über die Benutzung der Elektricität bei der Messung der Geschwindigkeit der Geschosse,