Text-Bild-Ansicht Band 261

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zur Vertheilung und Wirksamkeit kommt, ist unter dem Ausflusse des Rohres l der Säurevertheiler h vorgesehen.

Vier kleine Oeffnungen b in der Scheidewand o vermitteln erforderlichenfalls, wenn die Säure in Folge falscher Handhabung des Apparates nicht mehr über die Oberkante der Scheidewand a ilieſsen würde, den Uebertritt derselben. Das Gas tritt durch Rohr y in den unten offenen Cylinder s, wird durch Rohr z unten in den Waschcylinder t und von hier aus durch Rohr n unten in den Cylinder u geführt, um so nach 3 maliger Waschung durch das Rohr g zu entweichen.

Der in Fig. 3 bis 5 Taf. 17 dargestellte Calcinirofen der Universal Concentrating Company in Camden, Nordamerika (* D. R. P. Nr. 32690 vom 26. April 1884) soll namentlich dazu dienen, die bei der Herstellung von Holzzellstoff erhaltenen Natronlaugen zu verarbeiten.

Zu beiden Seiten des Feuerraumes A befinden sich drei Kanäle b, welche durch Kanäle v und S mit dem Schornsteine in Verbindung stehen, um bei Beginn des Heizens die Gase abzuführen. Dann werden diese Kanäle geschlossen und der Schieber s wird ausgezogen, so daſs die Flamme durch die Oeffnung e in den Verbrennungsraum B schlägt. Die durch die Thür t eintretende Luft soll durch die eingemauerte Zunge d zum Kanäle c geleitet werden, um vorgewärmt in den Brennraum B zu gelangen. Die Lauge flieſst aus dem Behälter D durch das Rohr r über die Mulden a auf den Herd h. Die festen Salzmassen werden in den mit Laufkränzen L auf Rollen x drehbaren Cylinder C geworfen, welcher durch Roste u (Fig. 4) in 3 Abtheilungen zerlegt ist. Das durch diese Behandlung zerkleinerte Salz wird durch die Thüren z entleert.

Recht sonderbar ist der Vorschlag, in den Feuerraum A zur Beförderung der Verbrennung Wasserdampf einzuleiten. Wie die Reinigung der Mulden a ausgeführt werden soll, ist nicht angegeben.

Zur Untersuchung von Eisen und Eisenerzen.

Zur Bestimmung von Eisenoxyd neben Thonerde glüht man nach E. Donath und R. Jeller (Zeitschrift für analytische Chemie, 1886 S. 361) den wie gewöhnlich erhaltenen und gewogenen Niederschlag in einem bedeckten Porzellantiegel mit etwa der gleichen Menge Zinkstaub oder fein vertheiltem Zink, löst die erkaltete Masse in verdünnter Schwefelsäure (1 : 3) und kann dann sofort mit Chamäleon titriren.

Eisenerze, welche das Eisen nur als Oxyd enthalten, lassen sich in gleicher Weise leicht aufschlieſsen. Enthalten die Erze oder Schlacken aber Oxydul, so muſs dieses erst durch Erhitzen mit salpetersaurem Ammon o. dgl. oxydirt werden.

Zur Bestimmung des Mangans neben Eisen versetzt J. Barlow (Chemical News, 1886 Bd. 53 S. 41) die salzsaure Lösung mit Ammoniak und Salmiak, erhitzt zum Sieden und setzt Wasserstoffsuperoxyd hinzu:

2MnCl2 3(NH4Cl)2 +H2O2 = Mn2H2O4 + 4NH4Cl + 4HCl + O2.