Text-Bild-Ansicht Band 261

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ist noch gut ausführbar bei schwachwandigen sogen. Bleiabfluſsröhren, deren Verbindung namentlich mit guſseisernen Röhren, z.B. zur Entwässerung von Küchen-Ausguſsbecken, Closets u. dgl., bisher sehr häufig nur durch verkittete Muffendichtungen, also in recht mangelhafter Weise bewirkt werden konnte.

Fig. 9 bis 11 Taf. 18 zeigen einige Beispiele solcher Verbindungen. In den Figuren bezeichnet a das anzufügende dünnwandige Rohr, b den kegelförmigen Stöpsel und c die entsprechend ausgebohrte Flansche, die zum Festklemmen des Rohres mittels Schrauben dient. Bei geraden Rohrleitungen (Fig. 9) wird der Stöpsel b mittels Muffen- oder Flanschenverbindung an das Eisenrohr angesetzt, bei einer rechtwinkeligen Abzweigung (Fig. 10) wird der Stöpsel b als sogen. Sauger mit zwischengelegtem Gummiringe an das Rohr e angedrückt, bei Hähnen u. dgl. gleich mit dem Gehäuse zusammengegossen. Fig. 11 zeigt die Anwendung dieser Verbindungsart zur Vereinigung zweier Bleirohre mittels doppelter Flanschen und eines kurzen Mittelstückes. (Vgl. George 1886 260 * 452.)

A. Osenbrück's Schiebereinrichtung für Luftpumpen.

Mit Abbildungen auf Tafel 18.

Luftpumpen mit frei spielenden Saug- und Druckventilen leiden an dem Uebelstande, daſs die Zahl der Umdrehungen nicht über eine gewisse Grenze hinaus gesteigert werden kann, und man hat aus diesem Grunde schon seit Langem versucht, Compressoren mit Schiebersteuerung zu bauen, da solche einen bedeutend rascheren Gang ermöglichen und bei gleicher Leistung geringere Abmessungen erhalten können. Ein groſses Hinderniſs für die Anwendung des Schiebers war hierbei der ungünstige Einfluſs des durch die Schieberkanäle bedingten groſsen schädlichen Raumes auf die Leistung der Pumpe; erst seitdem es gelungen ist, diesen Einfluſs zu verringern, indem man am Ende jedes Kolbenhubes durch Verbinden der beiden Kolbenseiten einen Ausgleich zwischen den Spannungen im Saug- und Druckraume bewirkte (vgl. Burckhardt und Weiſs 1883 250 * 496), hat die Anwendung von Schiebersteuerungen für Luftpumpen an Boden gewonnen.

Eine neue Schieberconstruction, welche diese erfolgreiche Neuerung zur Voraussetzung hat, bei welcher aber ganz besondere Sorgfalt auf gute Schmierung des Schieberspiegels verwendet ist, bringt Aug. Osenbrück in Hamburg (* D. R. P. Kl. 27 Nr. 35277 vom 17. Juni 1885) in Vorschlag. Der Schieber a (Fig. 14 Taf. 18) ist ein Muschelschieber mit Saugkammer b und Druckkanal c, welch letzterer in einen Rohrstutzen d endigt. Der Schieberkasten ist bis über die Hälfte mit einem geeigneten Schmiermittel gefüllt, was durch einen Oelstandsapparat geregelt werden kann. Um zu verhindern, daſs sich beim Umsteuern des