Text-Bild-Ansicht Band 261

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den Wandungen des Kanales f und der Röhren a und tritt bei c zu den Gasen. Die den Schmelzraum verlassenden heiſsen Gase treten aus den Röhren a in den gemeinschaftlichen Kanal f, um von da durch den Kanal g in den Schornstein zu ziehen.

Dadurch, daſs der Flammeneintritt in den Schmelzraum an den stumpf abgeschnittenen inneren Ecken der Hafenthore bei h stattfindet, soll eine diagonale Durchkreuzung der Flammen und in Folge dessen eine gute Verbrennung erzielt werden. Es wird ferner hervorgehoben, daſs die Ofensohle nur durch drei Oeffnungen i für das Herdglas durchbrochen ist.

Apparat zum Reinigen von Gasen.

Mit Abbildungen auf Tafel 20.

Zur Abscheidung der schädlichen Bestandtheile von Hüttenrauch u.a., sowie für Lüflungszwecke u. dgl. empfiehlt O. Wassermann in Kalk bei Cöln (* D. R. P. Kl. 40 Nr. 35104 vom 27. Juni 1885) die Verwendung von mit Wasser berieselten Drahtgeweben.

Das durch Rohr o (Fig. 11 und 12 Taf. 20) mit Druckwasser versorgte Rohr A hat zwei schmale Schlitze s, so daſs das Wasser in zwei Strahlen w herausströmt. Durch das nach Art des Segner'schen Rades wirkende Rohr r wird das Rohr A in rasche Umdrehung versetzt. In Folge dessen sollen die Wasserstrahlen die Luft aus dem Kanäle a ansaugen und durch die Drahtgewebe S hindurch nach dem Ausgange b treiben. Ein Zurücktreten der verdrängten Luft oberhalb des Rohres A verhindert das dicht an dasselbe anschlieſsende Holzstück n. Der Apparat steht auf den im Wasserbehälter B befestigten Trägern u und ragt etwas unter Wasser, welches hier den Abschluſs bildet.

Ueber Neuerungen im Eisenhüttenwesen.

(Patentklasse 18. Fortsetzung des Berichtes Bd. 260 S. 270.)

Mit Abbildungen.

Prof. J. v. Ehrenwerth beschreibt in der Oesterreichischen Zeitschrift für Berg- und Hüttenwesen, 1885 * S. 585 ein von G. A. Forsberg in Skutskär angegebenes Frischfeuer mit drei Herden, welches in Verbindung mit einem neuen Gasgenerator steht, „dreiformiger oder schwedischer Herd“ genannt ist und im Allgemeinen einem schwedischen Lancashire-Feuer ähnelt, sich jedoch von diesem unterscheidet durch die geschlossene Brust, durch den Fülltrichter zum Gichten der Kohle, in welchem auch die Trocknung derselben erfolgt, und durch die hohlen guſseisernen Seiten wände über dem eigentlichen Herde, welche als Windwärmapparate ausgenützt werden.