Text-Bild-Ansicht Band 261

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Ueber Neuerungen an festen Wellenkuppelungen.

Patentklasse 47. Mit Abbildungen auf Tafel 24.

Ein sicheres Zusammenhalten der Wellenenden und ein leichtes und schnelles Lösen soll die von J. Ph. Lipps in Dresden (* D. R. P. Nr. 30446 vom 29. August 1884) angegebene Schalenkuppelung ermöglichen. Die beiden Schalen S (Fig. 19 Taf. 24) greifen in einander und die Verbindungsschrauben b dienen für die Schalen gleich zum Festklemmen der Keile a, welche an ihren Enden mit Nasen versehen sind. – Damit die Gewinde in den beiden Schalen genau passen, müssen die Kuppelungstheile sorgfältig gearbeitet und zusammengesetzt werden.

Zur Befestigung der Wellenenden in den zusammengeschraubten Schalen sowohl gegen Verdrehung, als gegen Verschiebung werden, wie dies von R. Daelen in Heerdt bei Neuſs (* D. R. P. Nr. 33707 vom 27. Mai 1885) angegeben und in Fig. 21 Taf. 24 veranschaulicht ist, die Wellenenden bei e excentrisch eingedreht und die Kuppelung in gleicher Weise ausgebohrt.

Zur Verhinderung der Längsverschiebung der Wellenenden in Sellers'schen Kuppelungen (vgl. 1875 216 * 476) bringen Frederking und H. Müller in Lindenau bei Leipzig (* D. R. P. Nr. 34919 vom 23. August 1885) Sicherheitsscheiben s in der Weise an, daſs dieselben, wie aus Fig. 20 Taf. 24 zu entnehmen, durch die Spannschrauben b an die Enden der federnden kegelförmigen Klemmbüchsen c und die Enden der unverschiebbar in die Wellenenden eingelegten Keile a angedrückt werden.

W. B. Turner in New-York (Nordamerikanisches Patent Nr. 314206) will die federnden Nabentheile von aus einem Stücke gegossenen Hülsenkuppelungen (vgl. A. Monski 1879 233 * 276. G. Gresson 1882 244 * 271) durch Keilstücke an den Wellenenden festklemmen. In das Innere der Hülse H (Fig. 18 Taf. 24) werden Keilstücke k eingelegt, welche durch Schrauben s aufgerichtet werden und dadurch die bei IV federnde Nabe zusammendrücken.

A. Geiger's Fräskopf für weiches Metall.

Mit Abbildungen auf Tafel 24.

Um beim Bearbeiten von ebenen Flächen mittels eines drehenden Fräskopfes eine gröſsere Spandicke in einem Gange des Fräskopfes abnehmen zu können, läſst A. Geiger in Stuttgart (* D. R. P. Kl. 49 Nr. 35038 vom 26. Juni 1885) die einzelnen Messer stufenförmig schneiden. Der in Fig. 17 Taf. 24 dargestellte Fräskopf besitzt vier durch einen übergeschobenen Ring r und Klemmschrauben s festgehaltene Messer m1 bis m4, welche derart in schräge Schlitze eingesetzt sind, daſs die Spitze des Messers m1 den gröſsten Kreis beschreibt und am höchsten steht; die folgenden Messer stehen je um ein geringes, die jedesmalige Spandicke