Text-Bild-Ansicht Band 261

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geringe Lasten nicht im Stande sind, die Fahrschiene so durchzubiegen, daſs ein wirksames Steigen der Quecksilberoberfläche in dem Röhrchen erfolgen könnte, und man überhaupt auch in der Lage ist, durch die einzustellende Entfernung zwischen dem Contactstifte und der Quecksilberoberfläche jede gewünschte Empfindlichkeit oder Unempfindlichkeit zu erzielen. Durch Weglassung des Kelches wird es auch ermöglicht, jeden Stoſs, also das Durchlaufen jedes einzelnen Rades, anzugeben, sobald dies etwa erwünscht sein sollte. Da alle beweglichen Theile fehlen, kommen Unterhaltungskosten ganz in Wegfall.

In der Patentschrift sind noch einige Abänderungen der vorstehend beschriebenen Anordnung angegeben.

H. Pieper's Bogenlampe für schwache Ströme.

Mit Abbildungen.

In der kleinen Bogenlampe von H. Pieper in Lüttich (* D. R. P. Kl. 21 Nr. 34231 vom 19. December 1884), welche die Deutsche Edisongesellschaft in Parallelschaltung mit Glühlampen (vgl. 1885 256 533. 1886 259 519) anwendet, vermittelt ein im Nebenschlusse liegender, auf einer Platte befestigter, wagerechter Elektromagnet den Nachschub der Kohlen. Ueber den nach aufwärts gerichteten Polschuhen des Hufeisen-Elektromagnetes befindet sich ein mit zwei Zapfen g (Fig. 1) in entsprechenden Pfannen gelagerter Anker c, welcher zwei schmale Blattfedern trägt.

Fig. 1., Bd. 261, S. 377

Während der Anker c vom Elektromagnete nicht angezogen wird, preſst sich die eine, nach aufwärts gerichtete Blattfeder mit einem Bremsbacken e an ihrem oberen Ende an die Kohlenträgerstange a. Die zweite, nach abwärts gerichtete Feder trägt einen Druckklotz d an ihrem unteren Ende und dieser Klotz d schiebt durch die bei seinem Anpressen an den Kohlenträger a entstehende Reibung und die Streckung der Feder den Kohlenträger a nach unten, wenn der Anker c vom Elektromagnete angezogen wird, was geschieht, wenn der Nebenschluſsstromzweig zufolge des Wachsens des Lichtbogens und damit des Widerstandes desselben über die normale Gröſse bis zu einem gewissen Betrage verstärkt wird und demgemäſs die auf den Anker ausgeübte elektromagnetische Anziehung die Gegenwirkung der Abreiſsfeder zu überwinden vermag.