Text-Bild-Ansicht Band 261

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Massey's Schmiedeherd für groſse Stücke.

Mit Abbildungen auf Tafel 27.

In Fig. 15 und 16 Taf. 27 ist nach der Revue industrielle, 1886 * S. 306 ein von B. und S. Massey in Manchester ausgeführter runder Schmiedeherd für groſse Eisenstücke veranschaulicht. Die Einfassung des Herdes bildet ein guſseiserner hohler Kranz K, welcher durch eine Zwischenwand in zwei Abtheilungen A und B geschieden wird. In die untere Abtheilung A tritt der vom Gebläse kommende Wind von unten ein und wird durch Rohrkrümmer k, welche die Regulirschieber s enthalten, in die drei Düsen d geleitet, die durch die obere Abtheilung B des Kranzes reichen. Diese obere Abtheilung ist mit Wasser gefüllt, um die Düsen wie auch den Kranz selbst gegen Verbrennen zu schützen. Der Kranz K ist an zwei gegenüber liegenden Stellen a und b unterbrochen bezieh. eingeschnitten, um durch diese Oeffnungen längere Schmiedestücke in das Feuer einlegen zu können, und der Kranz trägt auch auf einer Seite gleich die Säule S, an welcher die Rauchfanghaube H befestigt wird. Der Kranz K hat einen äuſseren Durchmesser von 1524mm, einen inneren Durchmesser von 905mm und eine ganze Höhe von 500mm. Der Durchmesser der mit Ziegeln ausgefütterten Feuerschale beträgt 345mm. Die Düsen stehen im Inneren des Kranzes 230mm vor und besitzen 50mm weite vordere Oeffnung. Der ganze Herd wiegt etwa 1300k.

Noble's ausdehnbarer Dorn für Drehbänke.

Mit Abbildung auf Tafel 27.

Einen einfachen Drehdorn für verschiedene Lochweiten1) bringt die Britannia Company in Colchester zur Ausführung. Wie aus Fig. 13 Taf. 27 zu entnehmen, sind in drei Einschnitten des kegelförmigen Theiles A einer Spindel, welche an den beiden Enden mit rechtem bezieh. linkem Gewinde D und E versehen ist, Keile F verschiebbar. Die Mutter M des rechtsgängigen Gewindetheiles D bildet gleichzeitig den Mitnehmer für den Dorn und ist deshalb der zu drehende Gegenstand mit dem lose durchgesteckten Dorne zwischen die Drehbankspitzen gespannt, so werden die Keile F beim Beginne des Drehens durch den Mitnehmer M selbstthätig fest gezogen. Die Lösung der Keile F wird nach dem Drehen durch die Mutter N des linksgängigen Gewindetheiles E vorgenommen. Der beschriebene Dorn wird nach Engineering, 1886 Bd. 41 * S. 458 bereits vielfach benutzt.

1)

Vgl. 1861 159 * 19. Le Count 1874 214 * 369. Baum bez. Barlow 1885 258 * 303.