Text-Bild-Ansicht Band 261

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aufgenietete Lasche. Der innere Durchmesser der beiden Feuerbüchsen betrug 965mm.

Das erste der beiden Rohre wurde zusammengedrückt bei 54at, während das zweite Rohr 57at,3 Druck aushielt. Diese Drucke wurden durch verschiedene vorher eingestellte Manometer gemessen. Bei dem zweiten Versuche wurden jedoch noch Manometer des Handelsamtes in Gebrauch genommen, welche einen etwas geringeren Druck, nämlich nur 54at,8 zeigten. Nimmt man diese Angabe als richtig an, so muſs immerhin der Umstand, daſs ein Rohr von 990mm äuſserem Durchmesser und nur 12mm,7 Wandstärke erst bei 55at zusammengedrückt wurde, sehr zufriedenstellend erscheinen.

Nach dem Berichte, welchen seiner Zeit W. Parker an Lloyds Register über die Festigkeit gewellter Flammrohre erstattet hat (vgl. 1883 249 9), konnte der Widerstand derselben gegen Zusammendrücken durch die Formel p =1120 (δ – 3) : d ausgedrückt werden, worin p den Druck in Atmosphären, δ und d die Wanddicke bezieh. den Durchmesser in Millimeter bedeuten. Leider ist in dieser Formel der Einfluſs der Länge nicht berücksichtigt, wie auch bei den Brown'schen Versuchen die Länge der Feuerbüchsen nicht angegeben ist. Man wird aber wohl kaum fehlgehen, wenn man dieselbe zu dem üblichen Maſse von ungefähr 1m,8 annimmt. Wendet man diese Formel auf den vorliegenden Fall an, so findet sich, daſs ein gewelltes Flammrohr von gleichen Abmessungen p = 11at,1 ergeben würde (vgl. auch S. 156 d. Bd.); es kann also durch die sich hiernach ergebende etwa 5 fache Sicherheit thatsächlich die Festigkeit der neuen. Brown'schen gerippten Feuerbüchsen angenommen werden.

Ein Punkt, worin die neuen Feuerbüchsen den gewellten überlegen sind, ist deren groſse Widerstandsfähigkeit in der Längsrichtung, während die Ausdehnung der Wellrohre unter Druck sehr bemerklich ist, wie dies auch Parker in seinem Berichte hervorhebt. Dieser Umstand nöthigt jederzeit, eine Anzahl von Ankern zur Unterstützung der Kesselstirnplatten in der Umgebung der Feuerbüchse anzubringen.

De Combette's selbstthätige Drahtklemme.

Die Uebelstände, welche gewöhnliche Klemmschrauben bei häufigem und schnellem Wechsel der angeschlossenen Drähte verursachen, will de Combette nach dem Telegraphic Journal, 1886 Bd. 18 * S. 149 durch eine neue Klemme umgehen. Auf der Bodenplatte des Apparates ist ein cylindrischer Metallstift A befestigt, welcher mit der gröſseren Flansche D auf der Platte des Apparates aufruht.

Textabbildung Bd. 261, S. 548

Ueber den oberen Theil des Stiftes A ist der hohle Cylinder B geschoben, welcher am unteren Theile eine nach unten kegelförmig gedrehte Verstärkung C und oben einen geriffelten Kopf besitzt und durch eine im Inneren angebrachte, um Stifte gelegte Spiralfeder kräftig auf die Flansche D aufgedrückt wird. Setzt man nun den Daumen auf den Kopf von A auf und greift mit dem Zeige- und Mittelfinger unter den oberen Rand des Cylinders B, so kann man diesen in die Höhe ziehen und dann mit der anderen Hand den gebogenen Draht oder eine geschlitzte Platte P, an welcher der Draht befestigt ist, zwischen C und D einführen, worauf durch den Druck der inneren Spiralfeder ein genügender Contact hergestellt wird.

Langgaard's bezieh. W. Mayers elektrischer Wasserstandszeiger.

Während man sonst bei Wasserstandszeigern bemüht ist, beim Fallen des Wasserspiegels den Zeiger eine entgegengesetzte Drehung von derjenigen machen zu lassen, welche beim Steigen des Spiegels ihm ertheilt wird, sind neuerdings zwei Wasserstandszeiger aufgekommen, bei denen in beiden Fällen bloſs Drehungen in demselben Sinne auftreten. Den einen erläutert Langgaard in der Zeitschrift des Vereins deutscher Ingenieure, 1886 S. 498 folgendermaſsen: In dem