Text-Bild-Ansicht Band 262

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in Fig. 1 Taf. 7 dargestellte, von J. Ramsbottom angegebene Steuerung an einer für eine Spinnerei bestimmten Compound-Dampfmaschine ausgeführt. Die wagerecht liegende, an zwei Hebeln A und A1 hängende Gelenkstange B erhält von der Excenterstange C ihre Bewegung. Zwei auf B befestigte Frösche D und D1 tragen je einen ungleicharmigen Winkelhebel LL1; die kürzeren Arme L1 sind mit den auf den Schieberspindeln aufgekeilten Kurbeln E und E1 durch kurze Gelenkstücke F verbunden. Die vom Regulator kommende Stange G bewegt zwei Winkelhebel H und H1, welche durch Zahnbogen mit einander und am oberen Ende mit zwei wagerechten Stangen h und h1 verbunden sind, an deren Enden sich auf Führungen p und p1 gleitende Nasen P und P1 befinden. Bewegt sich in Fig. 1 die Stange B in der gezeichneten Pfeilrichtung, so wird durch Drehung der Kurbel E die Dampfeinströmung rechts in den Cylinder so lange stattfinden, bis der Hebelarm L von der Nase P1 zurückgeworfen und gleichzeitig der Arm L1 mit einem Ansätze auf der Stange B gehoben wird; der Schieber schlieſst sich unter Einwirkung einer in einem Gehäuse befindlichen Feder und der Hebel L gelangt in die in Fig. 1 links angedeutete Stellung. Beim Rückwärtsgange der Stange B hebt sich der Arm L, indem L1 durch das Gelenkstück F von der festliegenden Schieberkurbel E niedergezogen wird.

(Fortsetzung folgt.)

Tangentialturbine mit schalenartigen Schaufeln.

Mit Abbildung auf Tafel 7.

Escher, Wyſs und Comp. in Zürich (* D. R. P. Kl. 88 Nr. 36211 vom 15. Oktober 1885) haben die in Fig. 12 bis 14 Taf. 7 dargestellte Turbine mit schalenartigen Schaufeln angegeben, welche sich hauptsächlich durch die ohne Leitrippen bewerkstelligte seitliche Ablenkung des Wassers aus den Schaufeln in Verbindung mit der Einlauſsregelung durch eine sogen. Kanalspindel von älteren ähnlichen Wassermotoren vortheilhaft unterscheidet und sich besonders für groſse Umdrehungszahlen und hohes Gefälle eignet.

Der Einlaufkanal A ist zum Schaufelrade B gegengleich angeordnet und mündet unter passendem Tangentialwinkel gegen die Schaufeln s des Rades B. Die angegossenen Schaufeln s haben eine schalen- oder löffelförmige Form; dieselben sind in zwei Richtungen gekrümmt, also nicht bloſs in der Radialen, sondern auch in der Parallelen zur Radachse (vgl. Fig. 13). Zum Einlaufe ist die Form eine symmetrische. Das Schaufelrad B ist mit seiner Achse r im Gehäuse G gelagert, in welchem sich auch der Einlauf A befindet. Die seitlichen Schutzteller S, welche mit Lappen am Gehäuse befestigt sind, umgreifen das Innere der Schaufeln s; die Schutzteller sind aber in der Gegend des Einlaufes ausgespart, um dort dem Wasser den ungehinderten Auslauf aus den