Text-Bild-Ansicht Band 262

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W. Mather's Beuchkessel.

Mit Abbildungen auf Tafel 15.

Der bei dem Mather-Thompson'schen Bleichverfahren zum heiſsen Auswaschen der Gewebe vor der Behandlung in der Bleichmaschine benutzte Beuchkessel (vgl. 1886 261 119), welcher bei der Beschreibung des genannten Bleichverfahrens schon mit erwähnt wurde, ist mit Zugrundelegung der inzwischen erschienenen deutschen Patentschrift von W. Mather in Manchester (* D. R. P. Kl. 8 Nr. 35694 vom 27. August 1885) in Fig. 2 und 3 Taf. 15 näher veranschaulicht.

Die zur Aufnahme der Gewebe bestimmten, aus verzinktem Flacheisen mit gitterförmigen Wänden hergestellten Wagen T schlieſsen sich in ihrer Form eng an den liegenden Cylinderkessel A an und sind zur gleichmäſsigen Vertheilung der Flüssigkeit mit Siebrohren K durchzogen. In der Mitte erhält jeder Wagen einen aus reibeisenartig gelochtem Bleche gebildeten Kasten B, in welchem sich die durch das Gewebe gedrungene Flüssigkeit sammeln kann. Aus diesem Kasten wird die Flüssigkeit dann auf die früher beschriebene Weise abgesaugt und oben wieder in den Kessel A zurückgedrückt. Unterhalb des Rohrstutzens zur Einführung der Flüssigkeit ist zur gleichmäſsigen Vertheilung derselben im Kessel A eine Siebdecke C angebracht.

Das genannte Patent bezieht sich bloſs auf die beim Einfahren der Wagen T sich selbstthätig vollziehende Kuppelung des Ablaufstutzens D aus dem Kasten B mit dem Absaugrohre L. Hierzu ist der Stutzen D senkrecht verschiebbar, mit einem unteren Schluſsringe F versehen und wird durch eine Zwischenfeder S immer nach unten gedrückt. Das für die im Kessel A hinter einander stehenden Wagen T sich unten in der Längsachse des Kessels hinziehende und an passenden Stellen mit Eintrittslöchern H versehene Absaugrohr L ist an den Enden auf seiner oberen geraden Fläche bei G abgeschrägt. Wird nun der Wagen T nach dem Hochziehen der keilförmigen Thür X auf den Schienen R in den Kessel A geschoben, so wird beim Aufgleiten des Ringes F auf L die Feder S gespannt und diese vermittelt dann einen dichten Schluſs zwischen diesen beiden Theilen an Stelle der Oeffnungen H, so daſs die Flüssigkeit nur aus dem Kasten B abgesaugt werden kann.

H. Leplay's Oefen zur Herstellung von Barium- oder Strontiumhydroxyd bez. Strontiumoxyd.

Patentklasse 75. Mit Abbildungen auf Tafel 15.

H. Leplay in Paris hat ein Verfahren angegeben, nach welchem Strontium- bezieh. Bariumhydroxyd durch Einwirkung von überhitztem Wasserdampf auf die betreffenden Carbonate in geschmolzenem Zustande