Text-Bild-Ansicht Band 262

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Taf. 32 dargestellte Schwimmerventil von F. W. Mann in Tollington Park, London, dienen. Dasselbe wird auf das lothrecht in dem zu füllenden Behälter ungefähr in der obersten Wasserlinie mündende Zuleitungsrohr A aufgesetzt. Das Wasser steigt dann in dem Rohre B weiter in die Höhe, um sich aus demselben durch die Seitenöffnungen C unter der Glocke F in den Behälter zu ergieſsen. Mit der Zunahme des Wasserstandes steigt der mit dem Rohre E lose auf dem Rohre B gleitende Schwimmer G in die Höhe, so daſs der obere Rand e des Rohres E vor die Oeffnungen C zu stehen kommt. Ein Theil des vermöge des hohen Druckes kräftig aus C strömenden Wassers wird durch Antreffen an die innere Rohrfläche bei e zwischen den Rohren B und E abwärts geleitet und gelangt aus dem Becher I in den Ringraum des Doppelrohres E. Ist dieser Raum mit Wasser angefüllt, so kommt der Wasserdruck zur Wirkung, der Schwimmer G wird rasch gehoben und in Folge des nun plötzlich in E eintretenden gröſseren Druckes der Rand e fest gegen den in der Glocke F eingelegten Gummiring D gepreſst und dadurch der weitere Zufluſs von Wasser in den Behälter unterbrochen. Der in E auftretende Wasserdruck wirkt auch gegen den Ring H und dadurch wird ein unter demselben liegender Gummiring zusammen und nach auſsen an die Rohrwandung gedrückt, so daſs der Raum E nun ganz dicht durch den in der Zuleitung herrschenden Druck nach auſsen abgeschlossen ist.

Soll der Wasserzulauf wieder beginnen, so muſs die Zuleitung erst abgestellt werden und dann durch einen hinter dem Absperrventile angebrachten Auslaufhahn das Wasser in dem abgesperrten Theile der Zuleitung etwas abgelassen, der Druck in diesem Theile also aufgehoben werden. Der Schwimmer G senkt sich dann, macht die Oeffnungen C frei und nun kann nach Oeffnung des Absperrschiebers Wasser wieder austreten. Der beschriebene Auslaufhahn wird in einem nur bestimmten Personen zugänglichen Kästchen eingeschlossen.

Veith und Schadt's bewegliches Fuſsbrett für Renn-Ruderboote.

Mit Abbildungen auf Tafel 32.

Mittels des von Veith und Schadt in Kreuznach (* D. R. P. Kl. 65 Nr. 36860 vom 2. März 1886) angegebenen beweglichen Fuſsbrettes soll die Ruderarbeit auf Arm- und Beinmuskeln des Ruderers gleichmäſsig übertragen werden (vgl. auch W. James 1885 257 * 86).

An zwei gegenüber liegenden Seiten sind mit dem Stemmbrette B (Fig. 2 und 3 Taf. 32) die Gelenkstangen M und L mittels der Gelenke d und c verbunden, welche ihrerseits dann weiter durch die Gelenke a und b mit dem Boote in feste Verbindung gebracht sind. Das an den vier Gelenkstangen hängende Stemmbrett kann sich frei bewegen, so