Text-Bild-Ansicht Band 262

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Fig. 15 veranschaulichten Lage gegenüber den beiden Greifern f; diese bilden zwei Schaufeln, welche sich mit den Achsen e in Augen der Schrauben d zu drehen vermögen. Die Schrauben d sind in zwei Schienen b von hakenförmigem Querschnitte, welche das Querstück c mit einander verbindet, befestigt und bilden mit diesem zusammen den auf Schienen a, die auf dem Rande der Preſsform befestigt sind, verschiebbaren Schlitten. Die Verschiebung desselben findet von dem Preſsstempel aus statt und zwar unter Vermittelung geeignet angebrachter Ketten und Gegengewichte. Auf den Achsen e der Greifer sind Zapfenstücke g so angebracht, daſs dieselben sich in der Achsenrichtung nicht zu verschieben, aber um die Achse längs eines kleinen Winkels zu drehen vermögen, wie durch Vergleichung der Fig. 14 und 15 ersichtlich ist. Die Enden g1 dieser Zapfen g sind so gestaltet (vgl. Fig. 12), daſs sie an den Rändern der Schienen h verhältniſsmäſsig gut zu gleiten vermögen; da die Schienen h mittels der Stehbolzen i an den festen Schienen a der Presse befestigt sind, so erfolgt bei Verschiebung des Schlittens bezieh. vermöge Einwirkung der Schienen h zunächst ein Drehen der Zapfen g um die Achsen e und sodann ein Heben bezieh. Senken der Greifer f. In der durch Fig. 12 bis 14 Taf. 11 wiedergegebenen Stellung der einzelnen Theile ist das Werkstück A von den Greifern f erhoben und wird, bei Fortbewegung des Schlittens in der Pfeilrichtung der Fig. 12 getragen, bis die Zapfenenden g1 die rechts liegenden Enden der Schienen h überschritten haben. Die schwereren Greifer fallen alsdann nieder und lassen A an dem neuen Platze liegen. Nunmehr findet die Verschiebung des Schlittens in entgegengesetzter Richtung statt, die Zapfenenden g1 bewegen sich über den Schienen h hinweg und werden durch diese mehr gehoben, als die Greifer verlangen (was wegen der geringen Drehbarkeit der Zapfen g auf den Greiferwellen e möglich ist), so daſs nach Eintreffen des Schlittens am Endpunkte seiner rückläufigen Bewegung die Zapfenenden g1 links von den Schienen in Bezug auf Fig. 12 so weit niederfallen, um sie bei dem Vorwärtsgange des Schlittens unter die Schienen h zu zwingen. Die Begrenzung des Schlittenweges bewirken die Knaggen t, gegen welche die Buffer k stehen. In der Ruhelage, d.h. während des Pressens wird der Schlitten vermöge der Schiene n von einer Klinke o (Fig. 15) festgehalten. Sobald der gepreſste Gegenstand über den Rand der Form erhoben ist, ist auch die Klinke o ausgelöst, so daſs die mit Gewicht belastete Kette, welche an dem Querstücke c des Schlittens angreift, die Vorwärtsbewegung des Schlittens ausführen kann. Bedenken erregt die leichte Abnutzbarkeit der Theile dieser Vorrichtung und die Thatsache, daſs die gepreſsten Gegenstände seitens der Greifer beschädigt werden.

H. F.