Text-Bild-Ansicht Band 263

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Die Wirkungsweise des Schmierapparates, als die eines sogen. selbstthätigen Oeltropfapparates, wo das Oel durch den Druck des Dampfes tropfenweise aus einem Haarröhrchen in den Zuführungskanal zu den Gleitflächen tritt, ist nicht geändert worden, da sich durch Beobachtung am Schauglase die günstige Thätigkeit des Apparates dargethan hat. Bei der in Fig. 1 Taf. 19 dargestellten neuen Ausführung des Apparates ist A der Oelraum, J die Füllschraube, R das Dampfzuleitungsrohr, S der Siebboden, durch welchen das Oel durch die kleinen Löcher o und x in das Rohr R gelangt, und C das Absperrventil für den Oelkanal.

Die Füllschraube J trägt ein an der Seite bei P geschlitztes Rohr, welches das Glasrohr L aufnimmt und unten mit einem Ventile v versehen ist. Beim Einschrauben von J öffnet sich das Ventil v und das Glasrohr L füllt sich entsprechend dem Oelstande im Raume A; beim Herausschrauben von J schlieſst sich dagegen das Ventil v und hält das im Rohre L befindliche Oel zurück, an dessen Stande man sich nun, wenn man die Füllröhre bis an die Kante a am Gefäſse hält, von dem Stande des Oeles in letzterem überzeugen kann. Gegenüber dem Ventile C ist ein mit mehreren Einschnitten c von verschiedener Gröſse versehener Drehschieber T angeordnet. Je nachdem nun einer dieser Einschnitte die Verbindung der Löcher o und x vermittelt, wird die Menge des übertretenden Oeles eine verschiedene sein und folglich die Schmierung geregelt. Der neue Apparat hat einen gröſseren Oelraum (500g Fassung) als ältere Apparate und ist in der dargestellten Einrichtung für Locomotiven sowie für Dampfmaschinen von über 18 Pferd Leistung bestimmt.

Longworth's Luftfederhammer mit verstellbarem Hube.

Mit Abbildungen auf Tafel 19.

Einen zu den verschiedenartigsten Blecharbeiten geeigneten Hammer, bei welchem der als Fallblock dienende Luftcylinder in einer senkrechten Schlittenführung gleitet und an das eine Ende eines doppelarmigen Hebels angeschlossen ist, an dessen anderem Ende der Zapfen einer umlaufenden Kurbelscheibe angreift, bringen J. und W. Player in Birmingham nach Longworth's Patent (vgl. auch 1878 227 * 524) zur Ausführung. Der Drehpunkt des Doppelhebels ist derart verstellbar, daſs bei gleichbleibendem Kurbelhube der Hammerhub bezieh. die Schlagstärke in Folge der verschieden groſsen Hebelarmlängen veränderlich wird, die untere Hubgrenze aber immer nahezu gleich bleibt. Dies ist nothwendig, weil bei Blecharbeiten die Stärke der zu bearbeitenden Gegenstände sich nur wenig ändert.

Hierzu wird, wie aus Fig. 3 Taf. 19 ersichtlich ist, der Drehzapfen D des Hammerhebels C auf demselben verschoben und in einem Schlitze