Text-Bild-Ansicht Band 263

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Wolff's spectralanalytische Bestimmung 1884 253 256. E. B. Young und J. Rudolf 1885 256 175. Lunge 1885 258 364.)

[Kleinere Mittheilungen.]

Die gröſste Land-Dampfmaschine der Welt.

Die gröſste Land-Dampfmaschine der Welt soll nach amerikanischen Berichten die in dem Zinkblende-Bergwerk von Friedensville (Pennsylvania) befindliche, den Namen „The President“ führende Wasserhebmaschine sein. Die Maschine wird durch 5 Kessel gespeist, besitzt 5000e und kann bei doppelter Anzahl von Kesseln eine doppelte Arbeit, also 10000 Pferd entwickeln. Jede Umdrehung ihrer Räder hebt nahezu 80000l Wasser, eine Menge, welche einen ziemlich groſsen Teich ausfüllen könnte. Der Kohlenverbrauch im Tage ist 28t und die gewöhnliche Umdrehungszahl in der Minute 7, welche auf das Doppelte gesteigert werden kann. Die Schwungräder haben einen Durchmesser von 11m,27 und je 40t Gewicht. Während der letzten 7 Jahre hatte die Maschine still gestanden; seit März 1886 jedoch soll dieselbe ununterbrochen Tag und Nacht im Gange sein.

Eigenthümliche Anordnung eines Vorgeleges zum Betriebe der Radwelle eines Dampfers.

Damit der Nutzeffect des Rades bei Dampfern nicht zu klein ausfällt, muſs man durch Vergröſserung der Schaufelfläche den sogen. Slip (Ausweichung oder Rückfluſs des Wassers) möglichst herabziehen, womit die Umfangsgeschwindigkeit der Schaufel nicht wesentlich gröſser wird als die Schiffsgeschwindigkeit. Wenn nun auch bei Schleppern ein gröſserer Slip (etwa 30 Procent der Schiffsgeschwindigkeit) angenommen wird als bei sonstigen Raddampfern, so fällt doch bei der langsamen Fahrt derselben hier die Umfangsgeschwindigkeit und Umlaufszahl des Rades so klein aus, daſs bei unmittelbarem Antriebe durch die Dampfmaschine die letztere sich sehr groſs ergibt und häufig nicht die wirthschaftlich vortheilhafteste Kolbengeschwindigkeit erhalten kann. Der Gedanke, in diesem Falle die Bewegung von der entsprechend kleineren und rascher laufenden Maschine durch ein Zahnrädervorgelege mit Uebersetzung ins Langsame auf die Radwelle zu übertragen, liegt daher nahe; doch dürfte wohl stets der kleine Gewinn an Leistungsfähigkeit der Maschine durch die Bewegungswiderstände des Vorgeleges reichlich aufgezehrt werden, ganz abgesehen von den sonstigen Unzuträglichkeiten, welche die Anordnung eines solchen mit sich bringt.

Nach seinem österreichisch-ungarischen Patente vom 31. December 1885 glaubt aber Samuel Bissaker in Semlin, daſs durch das Vorgelege allein ohne Rücksicht auf die Maschine gegenüber dem unmittelbaren Antriebe sogar ein Arbeitsgewinn zu erzielen sei., wenn nur der Radius des Zahnrades auf der Radwelle gleich dem Abstande des Druckmittelpunktes der Schaufel von der Achse und das angreifende Rad auf der Dampfmaschinenwelle so groſs genommen werde, daſs die Kolbengeschwindigkeit gleich der Umfangsgeschwindigkeit des Vorgeleges, folglich auch des Schaufelrades ausfällt. Diese eigenthümliche Annahme stützt sich nach der etwas unklaren Patentbeschreibung darauf, daſs der Angriffspunkt der Kraft (der Kolben) mit dem des Widerstandes (Druckmittelpunkt der Schaufel) gleiche Geschwindigkeit besitzt. Das Vorgelege an sich wäre natürlich kaum patentfähig, da solche Ausführungen längst vorhanden sind.

H–l.

Ransome's vierseitige Bretthobelmaschine.

Das Gestelle einer von Allen Ransome und Comp. in Chelsea, London, gebauten Holzhobelmaschine zur gleichzeitigen Bearbeitung aller vier Seiten eines Brettes ist nach Engineering, 1886 Bd. 42 * S. 34 in einem Stück gegossen. Vier starke geriffelte Vorschub walzen, von denen die zwei oberen durch ein Gewicht belasteten und ebenfalls durch Stirnräder wie die unteren angetriebenen Walzen in Hebellagern laufen, können, je nach der Schnittbeschaffenheit und Holzart