Text-Bild-Ansicht Band 264

Bild:
<< vorherige Seite

gehalten. Die obere Körnerspitze des Bolzens c ist beweglich, um das Einsetzen in den Rahmen q zu ermöglichen.

Die Stichbildung ist nun folgende: Hat die Nadel in den Stoff gestochen und sich wieder so weit erhoben, daſs sich eine kleine Schlinge bildet, so tritt der Greifer g in diese und zieht sie bei seinem Niedergange lang. Dabei wird durch die gewundene Form des Greifers die Schlinge gedreht, so daſs nun der Fadenführer e oder f mit seiner Spitze in dieselbe treten und diese abnehmen kann; der Greifer wird hierauf durch die Berührung des Führers zur Seite gedrückt, um diesen vorüber zu lassen. Der Faden y1 geht jetzt (den Fadenführer noch in der Nähe des Greifers g gedacht) senkrecht abwärts, um die untere Rinne e1 herum, sodann nach oben, um die Rinne e2 und nach dem Stichloch zurück. Der Fadenführer hat während des Fangens der Schlinge den Fadenhalter n zurück gedrückt; dieser schnellt jedoch beim Vorübergehen von e vor und tritt zwischen Faden y1 und Führer e, den Faden erfassend. Der Führer e wird durch das Zahnrad d weiter bewegt, die Winkelhebel p nach der Reihe zurückgeschlagen und der Faden, welcher jetzt ziemlich die Form eines Parallelogrammes besitzt, gleitet über die Spule y. Bei der halben Drehung des Führers e fällt der Faden ab. Mittlerweile ist der Stoff verschoben worden, die Nadel hat bereits eingestochen und eine kleine Schlinge gebildet, welche der Greifer g fängt und verlängert; dabei wird aber die frühere Schlinge vom Fadenhalter n entfernt. Sofort tritt der zweite Fadenführer f in Thätigkeit und, indem er die neue Schleife erweitert, wird die alte angezogen und der Stich vollendet. Der Anzug des Fadens erfolgt also, wie bei der Wheeler-Wilson'schen Maschine nach dem zweiten Nadelhube, so daſs sich der Faden an zwei Stellen im Stoffe reibt, was vorzugsweise dem Nähen harter oder starker Waaren hinderlich ist und die Festigkeit der Naht vermindert. Die beschriebene Einrichtung erlaubt zwar die Anwendung sehr groſser Unterfadenspulen; doch dürfte dieselbe nicht einfach genug sein, um Dauerhaftigkeit bei schnellem Gange zu besitzen.

Neuerungen an Heizungs- und Lüftungs- Einrichtungen für Eisenbahnwagen.

Mit Abbildungen.

Die Cable Railway Company in Chicago versieht nach Iron, 1886 Bd. 27 S. 113 ihre Wagen mit einer Heizungseinrichtung, bei welcher Kohlenstoff reiches Oel als Feuerungsmaterial verwendet wird. Dasselbe befindet sich in einem Messingcylinder von 0m,15 Durchmesser und 0m,6 Länge, welcher wagerecht in der Mitte des Wagens im Untergestelle befestigt ist. Durch Federdruck wird das Oel in feinem Strahl in den Feuerraum gepreſst, welcher als Büchse aus feuerfestem Thon, bedeckt