Text-Bild-Ansicht Band 264

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dieselben heizend, nach dem anderen Kranze K strömt, während aus letzterem das Niederschlagswasser in den Rohren e nach dem Sammelrohre d abgeführt wird. Der eine Kranz K hat eine Verzahnung R angegossen, durch welche die Trommel T in Umdrehung gesetzt wird. In die Trommel T wird aus dem Rohre L Luft zugeleitet, welche sich an den Röhren r erwärmt und dann durch die Oeffnungen in der Trommelwand an das darauf liegende Gewebe tritt und dasselbe trocknet. Die Walzen t können auch hohl ausgeführt und mit Dampf geheizt werden, um gleichzeitig als kleine Trockencylinder zu wirken.

Von W. Jowelt in Mellor bei Stockport, England, wird nach der Industries, 1887 Bd. 2 * S. 131 eine von C. Spencer in Chapel-en-le-Frith (Englisches Patent 1885 Nr. 15101) angegebene Trockenmaschine zur Ausführung gebracht, welche für Gewebe bestimmt sein soll, deren besondere Anwendung jedoch aus der Quelle nicht genügend erhellt. Das Eigenthümliche der Maschine ist eine endlose Stabkette (vgl. Fig. 26 und 27 Taf. 32), welche wohl das zu trocknende Gewebe bei der Führung durch die mittels Heizröhren erwärmte Kammer B tragen soll. Das Heizrohrsystem liegt nahe über dem Gewebelaufe, während der Rücklauf der über die Scheiben D und G gelegten Stabkette sich auſserhalb der Kammer B befindet. Die Tragkette für das Gewebe besteht aus den Stäben 17, welche mit den Enden auf zwei in den Spurscheiben D und G laufenden endlosen Stahlbändern F festgenietet sind. Die Bewegung der Kette wird durch die als Zahnkränze ausgeführten inneren Ränder O der Scheiben D und G vermittelt, in deren Zahnlücken sich die Stäbe H einlegen. Die Stahlbänder F werden in ihrem freien Laufe zwischen den Scheiben D und G von Gleitbahnen M unterstützt, welche auf den Stützen N befestigt sind.

G. Rohn.

F. Löwenfeld's Tränkapparat für Eisenbahnschwellen.

Mit Abbildung.

Zur Ermöglichung eines fortlaufenden beständigen Betriebes bei Apparaten zum Durchtränken von Eisenbahnschwellen (vgl. Chaligny 1886 260 * 75) hat F. Löwenfeld in Wien (* D. R. P. Kl. 38 Nr. 34577 vom 3. Juli 1885) eine Reihe von Tränkkesseln angeordnet, welche einen Vordertheil mit Stutzen und Röhren zum Anschlusse an den Dampfkessel, die Pumpen zur Förderung des Tränkmittels und zur Aussaugung der Luft und einen auf Schienen beweglichen Hintertheil zur Aufnahme der Schwellen besitzen. Die Schwellen sollen zunächst mit Dampf ausgelaugt, dann die Luft im Kesselräume verdünnt und endlich die Tränkflüssigkeit eingeführt werden. In den Kesseln der ganzen Reihe wird nun die Arbeit so geleitet, daſs in jedem der Kessel ein anderer dieser Vorgänge zur gleichen Zeit ausgeführt wird.