Text-Bild-Ansicht Band 264

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Jul. Riedel in Berlin (* D. R. P. Kl. 47 Nr. 37667 vom 18. März 1886) hat einen Quetschterschluſs für Schläuche angegeben, welcher für beliebige Durchlaſsweite eingestellt und Scheren- oder Taschenform erhalten kann.

Fig. 4., Bd. 264, S. 564
Fig. 5., Bd. 264, S. 564

Fig. 4 erläutert die Ausführung als Schere. An dem einen der gelenkig verbundenen Quetschhebel, zwischen deren maulförmigen Enden der Schlauch eingelegt wird, ist der Klinkenzahnbogen b drehbar, welcher durch eine daran befestigte Feder f stets so nach auſsen zu gedrückt wird, daſs sich eine Nase n an dem anderen Quetschhebel in die Zähne des Bogens b einlegt und darin erhalten wird. Bei der Ausführung Fig. 5 legt man den Schlauch in die gabelförmige Tasche f, in welcher das mit Zahnstange versehene Druck stück d verschiebbar ist. In die Zähne desselben legt sich eine Klinke k ein, die durch eine Feder f darin gehalten wird.

Die Einfuhr von gefrorenem Fleisch aus überseeischen Ländern nach Europa.

In den durch ihre Bodenbeschaffenheit und ihre Bevölkerungsververhältnisse vorwiegend auf Viehzucht angewiesenen überseeischen Ländern macht sich schon seit Langem das Bestreben geltend, die dort in Ueberfluſs vorhandenen Fleischvorräthe durch Ausfuhr nach den damit weniger reich bedachten europäischen Ländern möglichst zu verwerthen. Die ersten Versuche in dieser Richtung wurden in den La Plata-Staaten mit der Ausfuhr von Liebig's Fleischextract gemacht; doch war die Ausnutzung des Fleisches hierbei noch keine vollständige, da alle zur Herstellung von Extract nicht geeigneten Theile der Thiere unbenutzt im Lande zurückblieben, und erst in neuester Zeit, seitdem man dank der Verbesserungen an den Land- und Schiffskühlmaschinen in den Stand gesetzt ist, das Fleisch selbst im rohen Zustande auf die gröſsten Entfernungen zur See zu verfrachten, ist diese wichtige Frage ihrer Lösung näher gerückt. Es war längst bekannt, daſs frisch geschlachtetes Fleisch in gefrorenem Zustande beliebig lange aufbewahrt werden kann1), ohne in seiner Beschaffenheit als Nahrungsmittel irgend welche nachtheilige Aenderung zu erleiden, und es handelte sich demnach nur darum, das Fleisch unmittelbar nach dem Schlachten mittels Kältemaschinen zum Erstarren zu bringen (vgl. 1885 257 165), während des Seeweges in gefrorenem Zustande zu erhalten und, am Bestimmungsorte angelangt, an die wiederum mit Kühlmaschinen ausgestatteten Lagerhäuser abzugeben.

1)

Vgl. G. Jüdell 1877 223 78 Tabelle S. V: Symington (1853) Nr. 74 bezieh. Acres (1855) Nr. 101 u.a.