Text-Bild-Ansicht Band 264

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52,15, Wasser 33,75, Asche 0,92 Proc. Die Analyse des Materials im trockenen Zustande ergab folgende Zusammensetzung: Kohlenstoff 51,39, Wasserstoff 6,69, Asche 1,40, Sauerstoff (und Spuren von Stickstoff) 40,52 Proc. Der halbkegelförmige Rost bestand aus 17 Stäben (Halbringen) von 2m,5 Durchmesser. Die Rostfläche hatte 1qm,82. Der wagerechte Rost erreichte 2qm,46 Fläche, daher die ganze Rostfläche 4qm,28 betrug. Für 1k Brennstoff (mit 33,75 Proc. Wassergehalt) wurde eine 3,853 fache Verdampfung bei einer Anstrengung der Kesselheizfläche von 8k erzielt. Die Temperatur der abziehenden Rauchgase schwankte zwischen 187 und 212°.

Die vorgeführten Versuchsergebnisse genügen zur Begründung der Ansicht, daſs die Godillot'sche Feuerungsanlage unter Voraussetzung eines gewissen Beharrungszustandes der Feuerung und des Kessels, welcher sich nach der Anstrengung seiner Heizfläche auch bei sämmtlichen Versuchen als „sehr geschont“ herausstellte, sehr wohl geeignet ist, minderwerthige Abfälle als Brennstoff sehr vortheilhaft zu verwerthen und in Hinsicht der Nutzbarmachung solcher Brennstoffe derartige ältere Feuerungsanlagen wesentlich übertrifft. Der vorgeführten Construction muſs daher eine gewisse Bedeutung in volkswirthschaftlicher Beziehung zuerkannt werden.

Prof. Gollner.

Ueber Neuerungen an Elektromotoren (Dynamomaschinen).

(Patentklasse 21. Fortsetzung des Berichtes S. 532 d. Bd.)

Mit Abbildungen im Texte sowie auf Tafel 30 und 33.

Carl Zipernowsky und Max Déri in Budapest (* D. R. P. Nr. 32059 vom 4. Juni 1884) geben Mittel an, um die elektrischen Ströme für Beleuchtung- oder motorische Zwecke auf weite Entfernungen gefahrlos und ohne erhebliche Leitungsverluste zu übertragen bezieh. um die zur Fortleitung auf groſse Entfernung geeigneten hoch gespannten Ströme in solche von geringer Spannung, aber groſser Stärke zu verwandeln. Es werden hierbei auf der Anfangsstelle mit Hilfe von primären Dynamomaschinen elektrische Ströme von sehr hoher Spannung erzeugt und in besonders construirte Maschinen geleitet, welche gleichzeitig Elektromotoren und Inductionsapparate sind, also einerseits durch den eingeleiteten Primärstrom in Bewegung gesetzt werden, andererseits aber in Folge der Drehung selbst wieder secundäre Ströme erzeugen.

Diese eigenthümlichen Maschinen sind umlaufende Secundär-Stromerzeuger und zwar eine Verbindung des Elektromotors mit der Strom erzeugenden Dynamomaschine. Diese Verbindung kann auf folgende Weisen geschehen: 1) Durch unmittelbare Verkuppelung der Wellen des Elektromotors und der Strom erzeugenden Dynamomaschine. 2) Durch Vereinigung der umlaufenden Theile des Elektromotors und der der Dynamomaschine auf derselben Welle. 3) Durch Vereinigung der Elektromagnete des Elektromotors und der Dynamomaschine zu einem Systeme, während die Anker beider getrennt bleiben. In allen Fällen sind die Drahtsysteme beider Anker von einander isolirt; die primären Drähte nehmen den die Drehung hervorbringenden Primärstrom auf, die secundären Drähte hingegen liefern den gleichgerichteten oder wechselnden Secundärstrom. Die sämmtlichen Elektromagnete können entweder durch den Primärstrom allein, oder zum Theile durch diesen, zum anderen Theile durch