Text-Bild-Ansicht Band 266

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Imhoff's aperiodischer Strom- und Spannungsmesser.

Mit Abbildung.

Die rasche Einstellung des Zeigers an einem elektrischen Meſsinstrumente auf die der Stromstärke entsprechende Ablenkung will C. Ludw. Imhoff in Mülheim a, Rh. (* D. R. P. Kl. 21 Nr. 38944 vom 29. September 1885) dadurch erreichen, daſs er in der Achse X eines Solenoides S ein mit einem Zeiger Z verbundenes Eisenstück e drehbar lagert, das in einer durch diese Achse gehenden Ebene liegt und daher bei seiner Drehung stets denselben Abstand vom Umfange des Solenoides S beibehält. Durch ein verschiebbares Gewicht G wird das Eisenstück e und der Zeiger Z an einem Anschlage in der Nullstellung der Scala festgehalten, so lange das Solenoid S stromlos ist. Geht ein Strom durch das Solenoid S, so magnetisirt er e und auch ein zweites parallel neben dem ersten innerhalb des Solenoides festgelegtes weiches Eisenstück n und zwar gleichnamig mit dem ersten, so daſs es das erste abstöſst.

Textabbildung Bd. 266, S. 29

Daſs bei der Ablenkung des ersten Eisenstückes e dasselbe nicht erst mehrere Schwingungen um die Gleichgewichtslage mache, soll ein entlang der inneren Mantelfläche des Solenoides liegendes, mit dem ersten Eisenstücke ein Ganzes bildendes, gebogenes Dämpferstück d verhindern, indem es im Messinggehäuse des Solenoides S hemmende (Foucault'sche) Gegenströme erzeugt.

Wird das zweite Eisenstück n durch einen permanenten Magnet ersetzt, so wird derselbe vom Strome in derselben Weise umkreist, wie seine Molekularströme laufen, damit derselbe stets auf dem Maximum einer magnetischen Kraft erhalten wird.

Flüssige Brennmaterialien.

Mit Abbildung auf Tafel 3.

Erdöl wird bekanntlich in den letzten Jahren in Ruſsland in groſsen Mengen gewonnen, und es ist höchst wahrscheinlich, daſs, wenn dieses Oel so billig nach Europa ausgeführt werden könnte, daſs es im Preise nicht höher zu stehen käme als Kohle, es auch bald bei uns als Brennmaterial Eingang finden würde.

Da die beim Verbrennen von Erdöl entstehende Wärme noch nicht durch Versuche festgestellt ist, muſs man sich begnügen, dieselbe nach der Dulong'schen Formel zu berechnen, obschon die so erhaltenen Endzahlen anerkanntermaſsen etwa um 8 Proc. zu nieder sind (vgl. auch Scheurer-Kestner und Meunier 1870 196 * 22. Ferd. Fischer 1879 234 * 390).