Text-Bild-Ansicht Band 269

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sich, einander gegenüber, zwei conische Rädchen, von welchen je eines in ein gleich groſses Rädchen eingreift, welches rechtwinkelig zur Schieberstange in den Seitentheilen der Rahmen b gelagert ist. Auf der Achse jedes dieser Rädchen, welche somit bei Umdrehung der Schieberspindel sich nach gleicher Richtung drehen, befindet sich je ein cylindrisches Getriebe d, welches wieder in zwei zu einander parallele Zahnstangen ef eingreift. Die beiden oberen Zahnstangen e aber sind an der linken Expansionsschieberplatte, die beiden unteren f an der rechten befestigt, so daſs also bei jeder Drehung die beiden Platten sich entweder aus der Mitte entfernen oder sich ihr nähern. Bei der Bewegung des Schiebers beeinfluſst die Reibung beide Platten nach derselben Richtung, so daſs also die Widerstände an den Zahnstangen auf entgegengesetzte Drehung der Räder hinwirken, sich also gegenseitig aufheben. Der Regulator erfährt also dadurch keine Einwirkung.

Die Bewegung des Regulators wird einfach mittels Zahnstange und Zahnsektor auf die Schieberstange übertragen, und zwar in der Weise, daſs einem Regulatorhub von 25mm eine Verstellung der Platten von 0 bis zu ⅔ Füllung entspricht.

Diese Steuerung soll sich bei einer Maschine von 304mm Bohrung und 608mm Hub mit schnellgehendem Regulator als sehr empfindlich gezeigt haben. Der Regulator ist noch mit einer Vorkehrung versehen, welche beim Reiſsen des Regulatorriemens die Dampfkanäle vollständig verschlieſst.

Brown's Indicator.

Mit Abbildung auf Tafel 5.

Der Indicator von Brown in Providence, R. I., Nordamerika, von welchem der Scientific American vom 3. März 1888 * S. 7 eine Zeichnung und Beschreibung gibt, ist in der Weise der bekannten Manometer von Schäffer und Budenberg gebaut; die Durchbiegung einer elastischen Platte in Folge des Dampfdruckes wird direkt zur Aufzeichnung des Diagrammes verwendet. Brown's Indicator hat in Folge dessen natürlich die Mängel nicht an sich, welche aus der sonst üblichen Verwendung eines Kolbens mit dessen wechselnder Reibung, Dichtheit u.s.w. entstehen, ist aber dafür den Nachtheilen ausgesetzt, welche den Federmanometern der gedachten Art ankleben; insbesondere ist ja eine Aenderung in der Elasticität der der Hitze des Dampfes unmittelbar ausgesetzten Feder sehr leicht möglich.

Wie Fig. 10 Taf. 5 deutlich erkennen läſst, ruht der Indicator auf dem bekannten Manometergefäſse, in welches die gewellte federnde Platte in üblicher Weise eingesetzt ist. Diese Platte trägt in ihrer Mitte ein gabelförmiges Aufsatzstück, in welches ein „Torsionsstäbchen“