Text-Bild-Ansicht Band 269

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Wird aber das Klemmlager F mittels der Hebelschraube f gelöst, so wird die Lagerbüchse frei, während die Bohrhülse A, und hiermit der Bohrer stillgestellt ist, so daſs bei fortlaufendem Triebseile und ruhender Bohrhülse A die Lagerbüchse E sich drehen muſs.

Sinnreich ist die Steuerung oder die selbsthätige Vorschubbewegung des Bohrers. Am Ende der Bohrhülse A ist eine Scheibe a (Fig. 11, 12 und 14) aufgekeilt, über welche eine zweite Scheibe a1 derart verdrehbar aufgelegt ist, daſs diese Verbindung eine Kammscheibe von veränderlicher Einschnittlänge ergibt. In einer Längsnuth der Gegenspindel A1 greift das Sperrrad a2 mit seinem Keile ein, während auf der Scheibe der Lagerbüchse E eine Sperrklinke sitzt, welche durch eine Blattfeder zum Eingriffe in das Sperrrad gedrückt, durch den Handhebel a4 aber aus demselben vollständig ausgehoben wird. Diese Theile sind durch eine zweitheilige Büchse mit übergreifenden Rändern, welche mit dem Handrädchen A3 zu einem Ganzen geschlossen wird, gehalten und zum Verschlusse gebracht, überdies ist diese Verschluſsbüchse noch mittels eines Schräubchens mit dem Sperrrade a2 verkuppelt. Da nun der Sperrkegel a3 mit seinem Haken alle drei Scheiben a, a1 und a2 beherrscht und weil ferner der Durchmesser von a und a1 etwas gröſser als der äuſsere Durchmesser des Sperrrades ist, während die Nuthtiefe der Kammscheibe den Sperrzähnen entspricht, so folgt, daſs der Sperrkegel nur während desjenigen Bogentheiles in Eingriff mit dem Sperrrade stehen kann, welcher der Kammeinschnittlänge entspricht. Dadurch wird bei jeder Umdrehung der Bohrhülse die Gegenspindel nur um einen Theil einer vollen Umdrehung gedreht, wodurch die Vorrückung des Bohrers um den gleichen Theil der Gewindesteigung vor sich geht. Bei ausgelegtem Sperrhebel kann der Bohrer mittels des Handrädchens vom Arbeiter gesteuert werden.

Pr.

Neuerungen an Typenschreibmaschinen.

(Patentklasse 15. Fortsetzung des Berichtes Bd. 267 S. 152.)

Mit Abbildungen im Texte und auf Tafel 16 und 17.

Die Guhl und Harbeck'sche Schreibmaschine (*D. R. P. Nr. 42124 vom 1. Juli 1887) gehört zu derjenigen Klasse von Schreibmaschinen, welche ein Schreiben von groſsen und kleinen Buchstaben ermöglichen, ohne indeſs zwischen den einzelnen Buchstaben gleich groſse Zwischenräume zu erzielen. Sie besitzt als charakteristischen Theil eine verschiebbare Index- bezieh. Typenplatte (vgl.* D. R. P. Nr. 27720) und verschiebt sich der Schreibmechanismus von rechts nach links über den zu beschreibenden Bogen, ähnlich wie bei der Boston-Schreibmaschine (1887 266 * 530).

Zwischen den seitlichen Gestellwänden sind vorn die beiden Walzen