Text-Bild-Ansicht Band 270

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Japy's Vorrichtung zum Abdrehen von Wellen.

Mit Abbildungen auf Tafel 3.

Die in Fig. 8 bis 11 dargestellten Vorrichtungen werden nach Le Génie civil, Bd. 13 S. 115, mit Vortheil zum selbsthätigen Abdrehen von Wellen und glatten Stäben verwendet. Der mit dem Werkzeuge versehene Schlitten O (Fig. 8 und 9) gleitet auf dem Bette einer gewöhnlichen Drehbank an der zwischen den Drehbankspitzen eingespannten Welle vorbei. Der Vorschub wird dabei durch den Einsatz A bewirkt, welcher mit schraubenartig arbeitenden Schneidebacken versehen ist, welche gleichzeitig die Welle vorschruppen. Eine Anzahl von Drehmeiſseln B, welche durch die Schrauben C anstellbar sind, besorgen das Schlichten des Arbeitsstückes. Die Oeffnung P gestattet das Entweichen der Drehspäne. Gestaltet man die Schneidevorrichtung so, daſs sie auf die hohle Welle etwa einer Plandrehbank paſst, so läſst sich mit Hilfe der Leitungen (Fig. 10 und 11), welche den Stab zugleich an der Drehung verhindern, dieselbe Vorrichtung verwenden. Der Vorgang ist dann ähnlich dem Schneiden der Schrauben. Japy ordnet für diese zweite Vorrichtung ein für sich bestehendes einfaches Gestell an, zur Aufnahme der hohlen Hauptwelle, und wenn erforderlich, des Vorgeleges. Da Tisch und weitere stellbare Theile wegfallen, so zeichnet sich diese Japy'sche Vorrichtung durch groſse Einfachheit aus.

Nach Angabe der Quelle soll Japy bei einem Wellendurchmesser von 30mm mit einem Vorschübe von 3mm gearbeitet haben, gegen 0mm,5 bei dem gewöhnlichen Drehverfahren, was einer sechsfachen Leistung entsprechen würde. Die Länge der Welle ist bei richtiger Verwendung der Führungen unbegrenzt.

Hargreaves' Thermomotor für flüssige Brennstoffe.

Mit Abbildungen auf Tafel 3.

Diese in Fig. 1 bis 5 Taf. 3 nach dem Berichte des Engineer vom 27. Januar 1888 dargestellte Betriebsmaschine ist in der Fabrik von Adair und Comp. in Liverpool nach den Plänen James Hargreaves erbaut worden. Der hohle Kolben der einfach wirkenden Maschine wird durch den unter demselben zerstäubten und im Raume D zur Verbrennung gelangenden Brennstoff in die Höhe getrieben, wobei er mittels Schwinge und Pleuelstange seine Kraft auf die Schwungradachse überträgt. Zugleich wird der Antrieb auf die Luftpumpe A übertragen, welche aus der äuſseren Atmosphäre Luft ansaugt, dieselbe verdichtet und in die Rohrkessel B und C drückt. Von hier aus gelangt sie durch