Text-Bild-Ansicht Band 271

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unter die Säge geführt und hier durch einen Ring m festgehalten, welcher auſsen um das Sägerad herumgeht und durch einen Hebel n gegen das Holz niedergedrückt wird, wenn der Arbeiter den Tritthebel o niederbewegt, dagegen sich mit Hilfe des Gegengewichtes p hebt, wenn der Tritt o freigegeben wird. Der Ring m wird auſserdem von zwei an dem unteren Gestell angebrachten Zapfen q geführt.

Wenn das Holz unter das Sägerad gebracht ist, so tritt der Arbeiter auf den Tritthebel o, wodurch der Ring m das Holz fest gegen den Schlitten drückt; die Säge dreht sich und wird, indem der Arbeiter das Handrad h dreht, durch das Holz geführt. Wenn das Holz durchgeschnitten ist, wird der Tritt o freigegeben und dadurch der Ring m wieder gehoben, hierauf die Säge durch das Handrad zurückgeführt und endlich der Schlitten zurückgeschoben, um mit neuem Holze versehen zu werden; unterdessen wird der auf der anderen Seite mit neuem Holze bereit stehende Schlitten unter die Säge geführt und das Verfahren wie vorhin wiederholt.

(Fortsetzung folgt.)

Ueber Neuerungen an Wirkereimaschinen.

(Patentklasse 25. Fortsetzung des Berichtes Bd. 269 S. 1.)

Mit Abbildungen auf Tafel 4 und 5.

Die Wirkerei bildet mit dem Stricken und Häkeln zusammen diejenigen gewerblichen Arbeiten, welche Maschenwaaren herstellen; die Producte aller drei Arbeiten sind deshalb in ihren Faden Verbindungen bisweilen einander so vollständig gleich, daſs aus diesen Verbindungen allein in einzelnen Fällen nicht mit Sicherheit zu erkennen ist, ob die eine oder andere Arbeit zur Herstellung verwendet worden ist. Das Handstricken wird trotz der vielen Vervollkommnungen in der Wirkerei in manchen Gegenden Deutschlands noch immer gewerbmäſsig betrieben, aber es kommen doch selten Verbesserungen im Verfahren oder in den Hilfsmitteln vor.

Als eine solche Verbesserung zeigt sich jetzt ein Strickring von Frau Marie Wild in Furth (Bayerischer Wald) (* D. R. P. Nr. 44069 vom 3. Februar 1888), welcher wie Fig. 1 Taf. 4 zeigt, an den Zeigefinger der linken Hand, der gewöhnlich den Faden führt, gesteckt wird, eine Zufuhrrinne von mehr als einer Windung um den Finger herum bildet, bei a1 eine Bremse und bei c eine Oese trägt, so daſs der Faden mit gleichmäſsiger Spannung und entsprechend der erforderlichen Menge geregelt zugeführt wird, wodurch allerdings das Stricken eine gewisse Erleichterung erfahren mag.

Die Wirkerei selbst hat im verflossenen Halbjahre für die Handstühle nicht irgend welche Neuerungen aufzuweisen, und für flache