Text-Bild-Ansicht Band 273

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Ausgange. Ungünstig stellt sich der nördliche Bezirk durch die groſse Zahl allerdings sehr leichter Verletzungen (von 10130 Mann wurden 185 verletzt, 6 starben) und der südliche durch die groſse Zahl der schwer Verletzten (86 Verletzungen, wovon 62 mit tödtlichem Ausgange).

Zahl der Motoren. Die Hüttenwerke Ruſslands verfügen über 1196 Wasserräder mit 26902 , 55 Räder ohne Angabe der Leistung, 200 Turbinen mit 11471 , 1690 Dampfmaschinen und Locomobilen mit 61935 und 22 Dampfmaschinen ohne Angabe der Arbeitskraft.

D.

Ueber Fortschritte in der Spiritusfabrikation.

(Patentklasse 6. Fortsetzung des Berichtes S. 285 d. Bd.)

IV. Destillation und Rectification.

Ueber die Reinigung des Spiritus, über die Gewinnung des Spiritus direkt aus der Maische und über die Schädlichkeit der Verunreinigungen des Spiritus wurden bei Gelegenheit der Referate über den Reinigungszwang in chemischer, technischer und hygienischer Beziehung in der Generalversammlung des Vereins der Spiritusfabrikanten (Bd. 12 Ergänzungsheft S. 31) Mittheilungen gemacht, denen wir hier das Folgende entnehmen. Ueber den Gehalt des Spiritus an Fuselöl, Aldehyd und Säure berichtet Hayduck nach Untersuchungen von Gronow. Von 22 Proben erwies sich nur eine als aldehydfrei, alle anderen zeigten mehr oder weniger starke Reaction. In allen Fällen zeigte der Rohspiritus eine saure Reaction, jedoch betrug der Gehalt an Säure, auf Essigsäure bezogen, ungefähr 0,01 Proc., nur in einem Falle 0,1 Proc. Die Säure erwies sich als Ameisensäure, nicht, wie man vielfach annimmt, Essigsäure. Der Fuselölgehalt, bezogen auf 100 Proc. Alkohol, schwankte bei 38 Proben Kartoffelspiritus zwischen 0,02 und 0,42 Proc., bei 8 Proben Kornspiritus zwischen 0,4 und 0,6 Proc.; eine neunte Probe Kornspiritus von 94 Vol.-Proc. Alkohol enthielt nur 0,2 Proc. Fuselöl. Bei der Untersuchung mehrerer aus einer Brennerei stammender Proben zeigte sich die Gesetzmäſsigkeit, daſs der Spiritus um so weniger Fuselöl enthielt, je hochprocentiger er war; bei Proben aus verschiedenen Brennereien traten hierin jedoch vielfach Ausnahmen ein (vgl. hierüber auch 1889 272 87). Ueber die Entstehung des Fuselöles konnte nichts Sicheres ermittelt werden. Theilweise bildet sich dasselbe bei der Gährung durch den Einfluſs der Hefe (vgl. die Untersuchungen von Ordonneau und von Claudon und Morin, 1887 265 330 und 1888 268 182), theilweise entstehen Verunreinigungen auch durch die Destillation, wie z.B. das Furfurol und Acetal. Ein Einfluſs der Construction der Brennapparate auf den Gehalt an Fuselöl konnte nicht festgestellt werden,