Text-Bild-Ansicht Band 273

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Wasserdampfes vom mitgeführten Zink befreit zu werden. Der sich bildende Zinkschaum wird in Folge seines leichteren specifischen Gewichtes in dem Gefäſse a zurückbleiben und sich auf der Oberfläche des Metallbades ansammeln. Von Zeit zu Zeit wird der Betrieb unterbrochen, die Gefäſse werden durch Unterbrechung der Feuerung abgekühlt und dann mittels einer Hebevorrichtung auf einmal herausgezogen. Das verbleibende Metall tritt durch den durchlöcherten Boden a1 zurück, während der Zinkschaum auf demselben liegen bleibt, um von hier entfernt zu werden.

Sollte es nun z.B. wünschenswerth erscheinen, den Reichschaum bezieh. Goldschaum vor dem Herausnehmen aus den Trichtern a noch vorher besser auszusaigern, so könnte dies, nachdem die Batterie abgekühlt war, einfach dadurch geschehen, daſs man die Feuerung derart absperrt, daſs nur die beiden ersten Kessel gefeuert werden.

Die Krümmer c liegen in einer kälteren Zone der Feuerung. Dies hat den Zweck, zu verhindern, daſs nicht wie bei den bisherigen Feuerungsanlagen der Entsilberungskessel durch die Circulation des von unten nach oben steigenden wärmeren Bleies eine schlechte Abscheidung des Zinkschaumes erfolgt, sondern daſs dieser Schaum und das eingeschmolzene Zink ruhig auf dem Blei schwimmen, ohne sich weiter mit demselben zu mischen.

Die Feuerungsanlage ist ferner derart einzurichten, daſs die vier bis fünf ersten Kessel sehr stark geheizt werden können, während die Temperatur der folgenden Kessel mehr oder weniger niedrig gehalten werden kann, um während des Entsilberns zu bewirken, daſs die aus den heiſsen Kesseln mit übergerissenen Zinkschaumtheilchen in den letzteren kälteren Gefäſsen zum Ausscheiden gebracht werden.

(Fortsetzung folgt.)

Ueber die Fortschritte der Photographie und der photo-mechanischen Druckverfahren; von Prof. Dr. J. M. Eder in Wien.

(Fortsetzung des Berichtes S. 91 d. Bd.)

Photographie bei künstlichem Lichte.

Bereits in unserem Berichte (D. p. J., 1888 267 174 ff.) haben wir auf die durch Gädike und Miethe eingeführte Photographie mit Magnesiumblitzlicht hingewiesen, welche aus einer blitzartig abbrennenden Mischung von Magnesiumpulver, Kaliumchlorat und Schwefelantimon bestand. Diese Mischung gab wegen ihrer Explodirbarkeit hier und da zu Unfällen Veranlassung und wurde durch das reine Magnesiumpulver ersetzt. Bringt man Magnesiumpulver (½ bis 1g) in eine Glasröhre und bläst dasselbe durch eine Kerzen- oder Weingeistflamme, so verbrennt es