Text-Bild-Ansicht Band 273

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Guſs- und Schweiſseisenwaaren, Maschinentheile u.s.w. Die Hüttenwerke Ruſslands lieferten 1886: 63485t,477 Guſseisenwaaren, 1444t,454 emaillirtes Geschirr, 51774t,706 sonstige schweifseiserne und stählerne Waaren, darunter 14087t Draht und Drahtnägel; endlich 1004t,143 Kupfer- und Bronzewaaren, Maschinentheile u. dgl. Nicht eingerechnet sind 432 Waggons, die zum Theil neu hergestellt, zum Theil reparirt wurden, drei Dampfschiffe, ferner Gewehrläufe, Stahlgeschosse, Sicheln u. dgl. Im gleichen Zeitraume stellten die 1075 der Metallindustrie dienenden Fabriken Ruſslands, welche sich nicht zugleich mit metallurgischen Prozessen beschäftigten, Eisen- und Metallwaaren im Werthe von 86,5 Millionen Rubeln her, darunter die Maschinenfabriken Waaren im Werthe von 41¼ Millionen Rubeln. – Auf diesen Fabriken finden 85446 Arbeiter Beschäftigung.

Kochsalz. Steinsalzlager wurden hauptsächlich im Gouvernement Jekaterinoslaw ausgebeutet, sie ergeben von Jahr zu Jahr immer gröſsere Mengen Steinsalz, 1886: 230071t,321. Noch mehr Salz (rund 629000t) producirten die Salzgärten in den Gouvernements Taurien, Astrachan u.a., welche zur Abscheidung von Salz aus dem Meer- und Seewasser dienen. Dagegen geht die Gewinnung von Salz aus den Soolen, speciell im Gouvernement Perm, zurück (1886: 339569t,505, in Perm davon 217000t) in Folge der groſsen Entfernung der Quellen von den Verkehrscentren und des dadurch bedingten theuren Transports. – Zunahme der Production gegen 1885: 63650t.

Glaubersalz. Gewonnen wurden 4466t,220 in den Gouvernements Tiflis, Wologda, Tomsk (hier die Seen von Mormyschansk, welche allein 2685t,714 lieferten) und dem Kubangebiete.

Schwefel. In Kchint (Daghestan) wurde aus 9828t Schwefelerz 1180t Schwefel erschmolzen.

Porzellanerde. Hauptsächlich im Gouvernement Tschernigoff wurden 5589t Kaolin gefördert.

Phosphorite kommen vor im Fluſsgebiete des Dnjestr (Gouvernements Podolien und Bessarabien) und in den Gouvernements Kostroma und Kursk. Die Gröſse der Production läſst sich nicht genau angeben, doch kann man annehmen, daſs im Dnjestrthale 18000t gewonnen wurden, wovon der gröſste Theil zur Ausfuhr gelangte. Der Gehalt an Phosphorsäure beträgt 23 bis 38 Proc. Die Ausbeute in Kostroma und Kursk ist geringer.

Die Zahl der Arbeiter an den Hüttenwerken betrug 356283 (6964 mehr als im Vorjahre); davon waren 197488 in den Eisenhütten und zugehörigen Bergwerken, 74950 auf den Gold- und Platin waschen, 33158 in den Kohlengruben angestellt. Auf den Ural kommen 196573 Arbeiter, auf Süd- und Südwestruſsland 46681, auf Ostsibirien 28391, Mittelruſsland 24484, Polen 20999 Mann.

Verletzungen erhielten 721 Arbeiter, und zwar 181 mit tödtlichem