Text-Bild-Ansicht Band 273

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Zinkschaum abgeschöpft. Da diese Behandlungsweise einen groſsen Zeitaufwand und viele Entsilberungskessel erfordert, auch an den Arbeiter groſse Anforderungen gestellt werden, so schlägt E. Honold in Bleihütte Binsfeldhammer bei Stolberg (Rheinland) ein abgeändertes Verfahren und einen Apparat vor, wodurch die Arbeit mehr zu einer continuirlichen und mehr mechanischen gemacht werden soll.

Nach Honold's Verfahren (D. R. P. Nr. 47218 vom 7. Oktober 1888) wird das Zink nicht mehr in das Werkblei eingerührt, sondern das Blei wird in geschmolzenem Zustande in feinen Strahlen durch ein Zinkbad geleitet, indem das auf die Oberfläche des letzteren niederrieselnde Blei von selbst durch das Zinkbad hindurchstreicht, weil das Blei specifisch schwerer als das Zink ist.

Das Zinkbad entzieht dem Werkblei seinen Silbergehalt, wobei der Zinkschaum nach oben steigt und sich auf der Oberfläche des Zinkbades ansammelt.

Zur Ausführung dieses Verfahrens dient die in Fig. 17 und 18 dargestellte Einrichtung.

Die Batterie enthält hier fünf bis sechs etagenförmig angeordnete Einzelapparate A1 bis A5. Jeder Apparat besteht aus einem trichterförmigen Zinkbadbehälter a, welcher einen durchlöcherten Boden a1 besitzt. Dieser Trichter ist in ein gleichgestaltetes, etwas gröſseres Gefäſs b eingesetzt, an dessen Boden, durch einen Krümmer c vermittelt, sich ein nach oben steigendes Rohr d anschlieſst, so daſs a und d communicirende Röhren bilden.

Auf die Mündung des Behälters a wird ein Sieb a2 gelegt. Rohr d besitzt einen Abfluſs e, welcher nach dem nächsten Apparat führt.

Die Feuergase durchziehen in Richtung der Pfeile die ganze Batterie der Länge nach, wobei sie zuerst den oberen Theil der Apparate und dann die Krümmer c bestreichen.

Behufs Ingangsetzens der Batterie werden die Trichter a mit Kaufblei beschickt und dasselbe eingeschmolzen. Wenn dies geschehen, wird das Zink aufgegeben und ebenfalls eingeschmolzen.

Der Stand des Bleies ist dann ungefähr der aus der Zeichnung ersichtliche; das Zink wird in a entsprechend dem geringeren specifischen Gewichte höher stehen als das Blei in d. Aus dem Einschmelzkessel, welcher seinen Platz auf der linken Längsseite der Batterie findet, gelangt das Werkblei auf das Sieb a2 des ersten Apparates A1 und rieselt von hier in feinen Strahlen auf das Zink nieder und durchstreicht dasselbe, sein Silber abgebend.

Das zum gröſsten Theil entsilberte Blei geht seinen Weg weiter durch c und d nach A2 , um hier weiter entsilbert zu werden. So wird das Blei durch sämmtliche Apparate geführt und flieſst aus dem letzten Apparate A5 silberarm ab; aus diesem gelangt das Blei nach einem auf der rechten Seite aufgestellten Kessel, um hier in üblicher Weise mittels