Text-Bild-Ansicht Band 274

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Aenderungen verschiedener Farben im Lichte.

Ueber die Veränderungen verschiedener Farben im Lichte (Carolin, Krapp, Indigo, Gummigutt u.s.w.) stellte Abney eine sehr groſse Versuchsreihe an, indem er in Röhren ungefähr 100 Farben dem Lichte aussetzte, und studirte den Einfluſs von Feuchtigkeit und Luft unter gleichzeitiger Einwirkung des Lichtes und setzte auf die Weise die Arbeiten fort, welche Chevreuil vor vielen Jahren gemacht hatte (Photographisches Wochenblatt, 1889; Photographische Mittheilungen, Bd. 26 S. 105; aus Phot. News).

Das Schluſsergebniſs lautet: Mineralfarben sind im Allgemeinen weit stabiler als Pflanzenfarben. Abschluſs von Feuchtigkeit und Sauerstoff würden aber selbst den vergänglichsten Farben eine viel längere Dauer sichern, als sie ihnen die Zimmerluft gewährt, in der sie sich meist befinden. Im luftleeren Raume ist jeder Farbstoff so gut wie unveränderlich. Die Lichtwirkung auf Farbenmischungen ist im Wesentlichen keine eine chemische Verbindung einleitende, sondern die unechtere Farbe verschwindet. Das blaue und violette Licht ist am schädlichsten, glücklicher Weise tritt es in Zimmern und besonders bei künstlicher Beleuchtung mehr zurück.

[Kleinere Mittheilungen.]

Verlust an Licht beim Durchgang durch Glas.

Es handelte sich gelegentlich um die Gröſse für ein Oberlichtfenster und wurden, um Zweifel zu widerlegen, Versuche über den Lichtverlust bei Anwendung verschiedener Glasarten von den Ingenieuren Herzberg und Schulze angestellt. Die Messungen geschahen unter Anwendung eines Bunsen-Photometers, mittels dessen zwei Argandbrenner, die gleichmäſsig leuchteten, verglichen wurden, indem die Glasscheiben, deren Lichtdurchlässigkeit zu ermitteln war, zwischen Photometer und Argandbrenner gesetzt wurden. Die neue Einstellung lieſs im Vergleich mit der früheren Ablesung den Verlust in Procenten bestimmen.

1) Einfaches mattes Glas (undurchsichtig) 27 Proc. Verlust
2) „ Kathedralglas (grünliche Färbung) 12,6
3) „ „ (weiſse „ ). 12,6
4) Weiſses rheinisches Doppelglas 10
5) Dünnes Spiegelglas 10
6) Glassorten 4 und 5 in 6cm Entfernung gehalten 21
7) „ 3 „ 4 „ 6cm „ „ 23

Schlieſslich sei noch erwähnt, daſs bei einem Oberlichtfenster mit Belassung der normalen Verhältnisse (also ohne den Staub zu entfernen u.s.w.) ein Verlust von 40 bis 60 Proc. nachgewiesen wurde. (Mittheilungen des Technologischen Gewerbemuseums.)

Jochum's Theil- und Mischmaschine.

Der in D. p. J. 1887 265 * 593 beschriebene Theil-, Misch- und Anfeuchteapparat ist, wie umstehender Holzschnitt zeigt, zur selbständigen Maschine umgestaltet, die nun in der Maschinenfabrik von Altmann und Comp. in Berlin in drei Gröſsen mit Tellern von 400 bis 800mm, entsprechend stündlichen Leistungen von 3 bis 20 Centner für jeden Trichter gebaut wird.

In dem allen Trichtern gemeinsamen Gestelle sind in gleichmäſsigen Abständen die wagerecht liegenden, eisernen, mit Schnecke und Schneckenrad