Text-Bild-Ansicht Band 274

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Neue Maschinen und Werkzeuge zur Holzbearbeitung.

(Patentklasse 38. Fortsetzung des Berichtes S. 206 d. Bd.)

Mit Abbildungen auf Tafel 13.

Bandsägen.

Zwecks Erzielung eines günstigen Zahneingriffes bezieh. Schnittes gibt die Kalker Werkzeugmaschinenfabrik S. W. Breuer, Schumacher und Comp. in Kalk bei Köln (* D. R. P. Nr. 47295 vom 23. Juni 1888) dem Bandsägegestelle eine schwingende Bewegung um eine normal zur Schnittfläche des Blockes liegende Drehachse.

Der Bandsägeapparat bewegt sich auf einem langen Bette gegen den zu sägenden Block vorwärts, während gleichzeitig das Blatt, durch die beiden Bandsägescheiben angetrieben, mit diesen letzteren derart in schwingende Bewegung versetzt wird, daſs dasselbe in jedem Momente an einem anderen Punkte des zu sägenden Blockes angreift. Auſserdem ist der ganze Bandsägeapparat noch während des Ganges transversal verstellbar, um entweder Abweichungen von der geraden Linie oder mehrere parallele Schnitte nach einander herzustellen; der Aufspanntisch ist von Hand drehbar zum Sägen von Curven u. dgl. Arbeiten.

Der Antrieb geschieht gemäſs Fig. 18, 19 und 20 Taf. 13 vom Deckenvorgelege aus auf eine Stufenscheibe a, welche mit der Riemenscheibe b auf ein und derselben Welle aufgekeilt ist, welch letztere in einem auf dem Ende des Bettes montirten Lagerbock d gelagert ist. Der Riemenscheibe b entspricht eine gleich groſse Riemenscheibe c, welche auf einer Welle mit der Riemenscheibe z aufgekeilt ist, welche Welle in dem auf dem anderen Ende des Bettes, dem Lagerbocke d, symmetrisch gegenüber angeordneten Lagerbocke e lagert. Auf dem Bette der Maschine bewegt sich ein Ständer mit unten angegossenem Schlitten und cylindrisch ausgebohrter Hülse F, in welch letzterer ein oben Schlitzartig offenes cylindrisches Gehäuse C drehbar und verschiebbar gelagert ist, auf dessen vorderem Ende der Bandsägeapparat mit den Rollen E und D befestigt ist und somit um die Centralachse desselben schwingen kann. In diesem Gehäuse C ist eine lange Riementrommel f (central angeordnet) gelagert. Der Ständer trägt ferner, über der Hülse f liegend und symmetrisch angeordnet, zwei Lageraugen, welche zwei Leitrollen m und n tragen. Es geht ein Riemen ohne Ende von der Riemenscheibe b über die Leitrolle m auf die Trommel f und von dieser über die Leitrolle n nach der Riemenscheibe c und von da nach der Scheibe zurück, wodurch die Trommel f am Punkte g, die Riemenscheibe c und die Leitrollen m und n ihre rotirende Bergung erhalten. Ein anderer Riemen überträgt diese Bewegung von der Trommel f beim Punkte h auf die unten im Bandsägeapparate liegende Riemenscheibe und deren Welle, mittels der darauf sitzenden Schnecke k auf das Schneckenrad l, und so auf die auf derselben Welle sitzende Bandsägescheibe D, Welche ihrerseits durch das bandförmige Blatt die obere Bandsägescheibe E mit in Bewegung setzt. Durch das Handrad o, die Kegelräder p und q und das mit letzterem auf gleicher Welle sitzende Triebrad r, welches in die Zahnstange s des cylindrischen Gehäuses C eingreift, kann man letzteres und den darauf befestigten ganzen Bandsägeapparat transversal (auch während des Ganges) verstellen. Es wird sich dann der Betriebsriemen ohne Ende auf der Trommel f seitlich verschieben, wodurch der Angriffspunkt g desselben wechselt.

Die Leitrolle n (Fig. 20) betreibt eine auf der Welle derselben sitzende Schnecke und diese ein wagerecht liegendes Schneckenrad u, mit Hubscheibe versehen, welche, mit veränderlichem Hube mittels Zugstange v und Hebels w an dem cylindrischen Gehäuse C angreifend, dieses mit dem daran befindlichen ganzen Bandsägeapparate in schwingende Bewegung versetzt. Die durch den Betriebsriemen mittels der Scheibe c angetriebene Welle überträgt deren Umdrehung