Text-Bild-Ansicht Band 274

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Herkunft von 0,884 bis 0,899 spec. Gew. denjenigen russischer Herkunft von 0,900 bis 0,923 spec. Gew. Es differirt also für Oele gleicher Zähflüssigkeit das specifische Gewicht um 0,015 bis 0,020 bezieh. 0,016 bis 0,024.

Diese Zahlen lassen aber noch weiter erkennen, daſs die amerikanischen Cylinderöle in Zähflüssigkeit und Flammpunkt und somit Schmierfähigkeit denjenigen russischer Herkunft überlegen sind und umgekehrt die russischen Maschinenöle denjenigen amerikanischer Herkunft.

Daſs dies thatsächlich der Fall ist, hat sich auch in der Praxis bei versuchter Einführung russischer Cylinderöle gezeigt. Der Vorzug amerikanischer Spindelöle vor den russischen ist, wie aus unseren Versuchen hervorgeht, keineswegs der Viscosität zuzuschreiben; hier kommt vielmehr auſser Farbe, Geruch und absoluter Reinheit in erster Linie die höhere Preislage der russischen Spindelöle in Betracht.

Um irrigen Auffassungen zu begegnen, sei bemerkt, daſs in die für amerikanische Oele angezogenen Grenzen von 0,884 bis 0,899 spec. Gew. auch die Mischöle fallen, die jedoch eine Berücksichtigung nicht fanden und ebenso, wie die russischen Mischöle von 0,870 bis 0,885 spec. Gew., denen sie entsprechen, in der Tabelle fehlen.

(Schluſs folgt.)

[Kleinere Mittheilungen.]

Walzentische zum Ueberheben bei Triowalzwerken.

Die Walzentische sind nach dem Amerikanischen Patent zu beiden Seiten des Walzengerüstes angeordnet. Sie bestehen aus einer Anzahl angetriebener Transportwalzen t (Fig. 7 Taf. 14) und werden von beiderseits angebrachten Hebeln h, welche auf Wellen w festgekeilt sind, getragen. Auf jeder Welle ist ferner ein niederhängender Hebel h1 aufgekeilt. Die Enden dieser Hebel sind unter einander durch Verbindungsstangen r verkuppelt. Durch das Lenkerstangenpaar l ist das ganze System mit dem Kolben eines Treibcylinders verbunden. Bei der angedeuteten, tiefsten Stellung der Tische wird das Walzstück von links zwischen die Unter- und die Mittelwalze eingeführt; dabei steht die erste Transportwalze des linken Tisches dicht an den Walzen, während die des rechten weiter von denselben entfernt ist. Der Anschluſs an die Walzen wird durch die an den Walzenständern gelagerte Führungswalze f bewerkstelligt. Beim Vorwärtsgang des Treibkolbens werden beide Tische über die Höhe der Mittelwalze gehoben, wobei der rechte Tisch gegen die Walzen rückt, während sich der linke von denselben entfernt. Eine zweite links an dem Walzengerüste angeordnete Führungswalze f1 vermittelt auch hier einen bequemen Uebergang des Walzstückes von den Walzen auf den linksliegenden, gehobenen Tisch.

K.

Bücher-Anzeigen.

Die Baumechanik auf Grundlage der Erfahrung; von Prof. L. Tetmajer.

Von diesem umfangreichen Werke sei in Sonderheit die erste Hälfte des II. Theiles desselben unter dem Titel: Die angewandte Elasticitäts- und Festigkeitslehre einer eingehenden Würdigung unterzogen, um die Vorzüge der gewählten