Text-Bild-Ansicht Band 274

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Stöſse können während des Ganges durch Drehen der Leitwalzen V in bekannter Weise auf dem Tuche aus der Maschine entfernt werden.

Als Charakteristikum dieser Rotations-Glättmaschine gegenüber anderen Maschinen (Kalandern u. dgl.) ist hervorzuheben, daſs der zu glättende gedruckte Bogen seine Pressung stets zwischen zwei Papierlagen erhält. Zur Bedienung dieser Maschine, die eine bedeutende Steigerung der Production zuläſst, genügt eine Person.

Kn.

Apparat zum Behandeln von Textilmaterial mit Flüssigkeiten, Gasen oder Dämpfen; von William Mather in Manchester.

Mit Abbildungen auf Tafel 23.

Das zu behandelnde Material wird bei dem vorliegenden, durch das Englische Patent Nr. 1472 A. D. 1889 geschützten und in den Fig. 1 bis 7 dargestellten Apparat, welcher eine Verbesserung der durch die Englischen Patente Nr. 1912, 3096, 8793 A. D. 1885, Nr. 10053 und 15343 A. D. 1886 geschützten Apparate ist (1886 261 119. 262 221), ebenso wie bei diesen in Wagen gepackt und mit diesen in einen wagerecht liegenden Kessel, der an seinen beiden Stirnseiten oder auch nur an einer mit Thüren versehen und mit einer Druck- oder Saugvorrichtung in Verbindung steht, eingeschoben. Die Wagen sind im vorliegenden Fall jedoch nicht, wie z.B. im genannten Patent Nr. 1912 gitterförmig, sondern wie im Patent Nr. 15343 bis auf oben allseitig geschlossen. In den Boden selbst mündet ein federnder Stutzen, welcher beim Einfahren des Wagens die Verbindung desselben mit dem im Boden des Kessels liegenden Leitungsrohr P1 herstellt. Oberhalb des Bodens eines jeden Wagens ist eine Vertheilungsplatte G angeordnet, die wieder einen Lattenboden H trägt, auf welchem das Textilmaterial aufruht. Das Einführen der Wagen erfolgt mit Hilfe eines Schienengeleises L durch die Thür A, welche derart keilförmig gestaltet ist, daſs deren eine Seite senkrecht, die andere aber geneigt steht. Das Heben und Senken der Thür geschieht mit Hilfe einer hydraulischen Hubvorrichtung, mit der die Thür durch eine über Rollen geleitete Kette M in Verbindung gebracht ist, in der nachstehenden Weise.

Die genannte Kette M trägt an der Hinterseite des Kessels einen durch ringförmige Gewichte belastbaren oben geschlossenen Cylinder C, welcher auf einen hohlen Kolben D sich auf- und abbewegen kann. Dieser Kolben steht an seinem Boden mit einem Druckkessel E in Verbindung, welcher wiederum oben ein Dampfzuleitungsrohr N besitzt und auſserdem einen Wasserstandshahn. Sobald die Thür gehoben ist, wird der Kessel E mit Wasser gefüllt. Soll dann, nachdem die Wagen