Text-Bild-Ansicht Band 274

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eingeschoben sind, die Thür geschlossen werden, so wird durch das Rohr N Dampf in den Kessel E eingelassen und drückt dieser auf die Wassersäule, welche wiederum in den hohlen Kolben D entweicht und den Cylinder C hebt, also die Thür B veranlaſst, in den Führungsbahnen nach abwärts zu gleiten. Ein Heben der Thür wird möglich, sobald der Wasserstandshahn geöffnet wird, also Wasser entweichen kann.

Ein dichter Schluſs der Thür mit dem Kessel wird durch die in Fig. 5 veranschaulichte Vorrichtung ermöglicht. Dieselbe besteht aus einem in eine in die Stirnwand des Kessels eingearbeitete Nuth eingelegten Gummiring F, auf welchen ein geschliffener Metallring G1 durch Schrauben g in seiner centralen Lage gehalten wird, gegen den sich der Deckel B anlegt.

In der unteren Seite der Thür B ist eine Aussparung a vorgesehen, deren Gestalt aus Fig. 4 ersichtlich ist. Dieser Gestalt entspricht ein am Kessel selbst drehbar angebrachtes Segment a1 , welches, sobald die Thür geöffnet oder geschlossen werden soll, die punktirte Lage einnimmt, also in die Aussparung a eindringen kann. Sobald dieses geschehen ist, wird, um die Thür fest einzuziehen, mit Hilfe des mit der Achse des Segmentes a1 verbundenen Schaltrades a2 und des auf dessen Achse sitzenden Hebels H1 mit umlegbarer Schaltklinke h das Segment so gedreht, wie es die Fig. 4 in ausgezogenen Linien darstellt. Soll das Segment zurückgedreht werden, so legt man mit Hilfe des Handrades h1 die Schaltklinke h um (Fig. 6 und 7), und bewegt den Hebel H1 entsprechend.

Auf dem Boden des Kessels sind eine Anzahl Dampfrohre S angebracht, die zum Erhitzen des Kessels durch Wärmestrahlen dienen. Neben diesen Rohren liegen aber gleichzeitig auch Rohre S1 , durch deren Bohrungen Dampf in den Kessel gelassen werden kann. In einer Vertiefung in der Nähe des Kessels steht eine rotirende Pumpe P (Fig. 3), deren sich verzweigendes Druck- und Saugrohr Ventile V tragen, die ermöglichen, die Flüssigkeit an jeder Stelle des Kessels in Kreislauf zu bringen. So kann dieselbe z.B. durch die Brausen T sich über das Material ergieſsen, durch dasselbe nach dem centralen Leitungsrohr P1 gelangen und durch dieses abflieſsen und zwar entweder durch den Stutzen P2 P3 oder durch P4 zu der Pumpe P, um wieder in Umlauf gebracht zu werden. Andererseits kann aber auch das Rohr P1 mit dem Abfluſsrohr der Pumpe P in Verbindung gebracht werden, so daſs die Flotte das Material von unten nach oben durchdringt und dann, indem sie dasselbe, allen Schmutz abspülend, oben verläſst, zwischen Wagen und Kessel abwärts geht und durch P2 P3 entweicht oder durch P3 nach der Pumpe zurückgeht.

Durch das Rohr P6 kann Wasser und durch das Rohr P5 Flüssigkeit zugeführt werden, die ein Färben, Bleichen u. dgl. bewirkt.

H. Gl.