Text-Bild-Ansicht Band 275

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wagerechter Röhren E, welche niedriger liegen als die Röhren C. An den Röhren E ist eine Anzahl kurzer, senkrechter Röhren F angebracht, welche in die wagerechten Reihen G münden, und zwar mit ihrem unteren Ende beiläufig in der Mitte derselben. Durch die Röhren G sind Röhren von kleinerem Durchmesser gezogen, deren Enden durch Röhren H1 mit den Enden eines Schlangenrohres H2 verbunden sind, das sich in einem Ofen I befindet. Die inneren Röhren von G, sowie die Röhren H1 und das Schlangenrohr H2 bilden ein geschlossenes System zur Uebertragung der Wärme vom Ofen auf die in den Röhren G enthaltene Lösung von Ammoniak. Das Ammoniakgas wird aus seiner Lösung mittels in dem Ofen erwärmten, in dem geschlossenen Röhrensysteme circulirenden Wassers nach den Röhren C ausgetrieben, in welchen es sich zur Flüssigkeit condensirt. Jedoch ist die Einrichtung derart getroffen, daſs die Röhren entweder einzeln nach einander oder alle gleichzeitig erwärmt werden können, wodurch man einen continuirlichen oder einen unterbrochenen Betrieb führen kann. Damit das vom Ammoniakgas nach C etwa mitgerissene Wasser in die Röhren G zurückströmen kann, ist die Röhre K angeordnet.

Dadurch, daſs der Umgang des Wassers in einer einzelnen bezieh. allen Röhren, welche durch die Röhren G gelegt sind, unterbrochen wird, entsteht ein theilweises Vacuum in denselben in Folge ihrer Abkühlung: das in den Röhren C condensirte Ammoniakgas hat daher Gelegenheit zu verdunsten und durch diese Verdunstung den Raum A abzukühlen.

(Fortsetzung folgt.)

Presse für Garn in Bündeln; von John Corrigan in Manchester.

Mit Abbildungen auf Tafel 2.

Die durch das Englische Patent Nr. 9789 a. D. 1888 geschützte und in den Fig. 1 bis 3 Taf. 2 dargestellte Garnbündelpresse ist für Dampfbetrieb eingerichtet und es erfolgt die Stillsetzung des Preſstisches selbsthätig, sobald das Garn auf eine gewisse Gröſse zusammengepreſst, also der gewünschte Druck erreicht ist.

Das Heben des Drucktisches A innerhalb der senkrechten Barren B und C erfolgt zu diesem Zweck bei der vorliegenden Presse nicht wie bei den meisten bisherigen durch Kurbelstangen oder wie in Nr. 24 auf S. 11 des Jahrganges 1889 unseres Journals angegeben, durch besonders geformte Excenter, sondern durch eine am Drucktisch befestigte Zahnstange D, welche ihren Antrieb, d.h. ihre auf- bezieh. abgehende Bewegung von der Hauptwelle E unter Vermittlung der Zahngetriebe FGHIK aus empfängt. An dem Preſsstempel sitzt neben der Zahnstange D eine Nase M, durch welche die Aufrückung der Maschine