Text-Bild-Ansicht Band 275

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– in den Oberflächencondensator durch J strömen gelassen; D stellt ein Sicherheitsventil für G dar, durch die Leitung E wird das zu verdampfende Wasser dem Verdampfer zugeführt., mittels F wird der Verdampfer entleert; die Anordnung der Putzlucken J gestatten die Uebersicht und vollständige Reinhaltung der bezeichneten Einrichtung.

Für eine Schiffsmaschine von 500 indicirter Pferdekraft erhielt der Verdampfer 2qm,5 Heizfläche und war bestimmt für den Tag 180 Gallonen Seewasser zu verdampfen. Die Einrichtung ist durch groſse Einfachheit der Anordnung ausgezeichnet, gestattet die Verdampfung des Seewassers wegen der bestehenden Luftverdünnung im Condensator bei etwa 90° C. und ist geeignet, die Wärme der abziehenden Rauchgase entsprechend auszunutzen.

Eine ähnliche, für denselben Zweck, d. i. für Gewinnung des sogen. Extrawassers zum Trinken, für die Schiffskessel u.s.w. bestimmte Einrichtung beschreibt The Engineering, 1886 S. 305, welche für den Schraubendampfer Bentinck zur Ausführung kam. Sie wurde vom Ingenieur C. Jones des St. Georges Works in Liverpool entworfen, und war bestimmt in 24 Stunden 2000 Gallonen reines Wasser zu liefern. Der Verdampfer ist der gröſseren Entwicklung der Anlage wegen als Röhren Verdampfer ausgeführt, dessen Reinigung mittels eines Ejectors erfolgt. Die Verdampfung des Seewassers findet gleichfalls im luftverdünnten Raume statt und erfolgt unter der Einwirkung der durch die Rauchkammer abziehenden Rauchgase.

Neuerungen im Metallhüttenwesen.

(Fortsetzung des Berichtes Bd. 273 S. 413.)

Mit Abbildungen auf Tafel 13.

Aluminium. L. Grabau in Hannover benutzt, wie bereits früher mitgetheilt wurde (1889 272 392), bei der Darstellung von Aluminium durch Reduction von Fluoraluminium mittels Alkalimetalls gekühlte Gefäſse. Zugleich wählt er die Mengenverhältnisse des Fluoraluminiums und des Alkalimetalles derart, daſs nach der Reaction das leichtflüssige Salz (Al2Fl6, 6NaFl) vorhanden ist. Diese Mengenverhältnisse ergeben sich aus folgender Gleichung:

2Al2Fl6 + 6Na = 2Al + Al2Fl6, 6NaFl.

Nach Feststellung dieses Mischungsverhältnisses wird das Fluoraluminium auf etwa 600° C. vorgewärmt, bei welcher Temperatur es noch pulverförmig bleibt, aber bei Berührung mit dem vorher geschmolzenen Alkalimetalle, auf welches es dann geschüttet wird, sich sofort zu Aluminium und Alummiumalkalifluorid umsetzt (vgl. Curt Netto's Verfahren 1889 272 394).

Bei Ausführung des Verfahrens muſs das Reductionsgefäſs gekühlt