Text-Bild-Ansicht Band 282

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bleibende Durchmesser erhalten, um die Benutzung der hierzu erforderlichen Büchsen zu gestatten.

Nach American Machinist, 1891 Bd. 14 Nr. 16 * S. 4, passen alle Führungsbüchsen in ein genau gebohrtes Auge A (Fig. 1) eines drehbaren bezieh. gelenkigen Armes, welcher über die Bohrlöcher verlegt wird.

Je nach Bedarf können diese Vorrichtungen tragbar oder standfest ausgebildet werden.

Die erste in Fig. 2 zur Ansicht gebrachte Art besteht aus einem Querbalken B, der mit Ankerschrauben oder Ueberplatten an die Cylinderflanschen befestigt wird, während um einen Mittelbolzen C der Schlitzarm A gedreht bezieh. mittels desselben festgelegt werden kann; bei der standfesten Anordnung (Fig. 3) dagegen kann das die Führungsbüchse enthaltende Armgelenk an der festen Standsäule der Werkstückshöhe angepasst werden.

Vortheilhaft ist es, wenn das Werkstück auf einer Grundplatte D in wagerechte Lage gebracht wird, auf der auch die Standsäule für das Armgelenk befestigt ist.

Textabbildung Bd. 282, S. 57
Um aber jede Seitenkraft vom Schneidbohrer fern zu halten, ist auch auf die Ausbildung des Griffschlüssels (Fig. 4) eine besondere Sorgfalt verwendet, indem die das Schneidbohrerviereck angreifenden zwei Flächen parallel zu einander und nicht über Eck liegen. Dies ist dadurch erreicht, dass der Schlüsselkopf eine saubere Ausbohrung J von der Tiefe H, dahinter aber ein quer durchgestossenes flaches Loch G von der Breite L enthält, in welchem das Viereck des Schneidbohrers einsetzt, eine Anordnung, die leicht genau hergestellt werden kann.

Pr.

Lüftungsanlagen im Anschlusse an die gebräuchlichen Heizungssysteme und eine kritische Beleuchtung dieser letzteren.

(Eine Artikelfolge von F. H. Haase, gepr. Civilingenieur, Patentanwalt in Berlin.)

(Fortsetzung des Berichtes S. 31 d. Bd.)

Mit Abbildung.

Zu 2. Erfolgt die Einführung der Frischluft unter Wirkung eines Druckes, dessen Grösse jeweils der algebraischen Summe eines constanten disponiblen Förderdruckes und des veränderlichen Gegendruckes gleich ist – wie es beispielsweise der Fall ist, wenn die Frischluft durch Einblasen eines besonderen Luftstromes in beliebig gerichtetem oder durch Einblasen eines Wassersprühregens in abwärts gerichtetem oder erhitzt in aufwärts gerichtetem Zuführungskanale beschleunigt wird – so ändert sich mit dem Gegendrucke jeweils auch die in den zu lüftenden Raum einströmende Frischluftmenge.

Ist die Richtung des Abströmungskanales von dem zu lüftenden Raume aus ansteigend und seine Temperatur höher als die der Aussenluft, seine Wirkung auf die Raumluft also eine saugende, so bewirkt ein Abschliessen desselben und das Oeffnen einer dritten Mauerdurchbrechung, welche unmittelbar ins Freie mündet, eine Verminderung der Einströmungsgeschwindigkeit der Druckluft auf

. . . . . . . . . . (6)

wenn bei verschlossener dritter Mauerdurchbrechung und vollständig geöffnetem Abströmungskanale die Einströmungsgeschwindigkeit der Druckluft c1 war und h, t3, tα wie früher die effectiv wirksame Saughöhe des Abströmungskanales bezieh. dessen Lufttemperatur und die Temperatur der Aussenluft bezeichnen.

Denkt man sich andererseits den Zuführungskanal der Frischluft abgeschlossen und den Abströmungskanal nebst der dritten Mauerdurchbrechung geöffnet, so wird – wenn diese letztere eine so grosse Fläche hat, dass man den in ihr auftretenden Contractionswiderstand vernachlässigen kann – die durch die Abströmungsöffnung F2 entweichende Luftgewichtsmenge:

wenn, wie früher, γα. das specifische Gewicht der Aussenluft bezeichnet.

Sind nun alle drei Oeffnungen gleichzeitig offen, so ist die Zugwirkung des Abströmungskanales betreffs der Luftmenge keine andere, als wenn er allein mit der dritten Durchlassöffnung in Wechselwirkung steht, und der Druck der Druckluft im Zuströmungskanale überwiegt den von der dritten Durchlassöffnung her auf die Raumluft drückenden um ebenso viel, wie in dem Falle, in welchem die letztere Oeffnung mit dem Zuströmungskanale allein in Wechselwirkung steht.

Die Luftgewichtsmenge, welche die dritte Durchlassöffnung in den Raum eindringen lässt, ist demnach

lg – F1.c'.γ1

Soll also keine Luft durch diese Oeffnung eindringen, so muss:

F1.c'.γ1 ≧ lg

Substituirt man in diese Beziehungsgleichung die für lg und c' aufgestellten Ausdrücke und ersetzt dann das Verhältniss

durch den allgemeinsten Ausdruck desselben
Gl. 1b mit Vernachlässigung des Factors
, so erhält man nach gehöriger Umformung als Bedingung für