Text-Bild-Ansicht Band 282

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DINGLERS
POLYTECHNISCHES JOURNAL.

Jahrg. 72, Bd. 282, Heft 11. Stuttgart, 11. December 1891.

Textabbildung Bd. 282, Hefttitelillustration
Jährlich erscheinen 52 Hefte à 24 Seiten in Quart. Abonnementspreis vierteljährlich M. 9.–. direct franco unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich M. 10.30, und für das Ausland M. 10.95. Redaktionelle Sendungen u. Mittheilungen sind zu richten: „An die Redaktion des Polytechn. Journals“, alles die Expedition u. Anzeigen Betreffende an die „J. G Cotta'sche Buchhdlg. Nachf.“, beide in Stuttgart.

Neuere Schrauben- und Rohrgewindeschneidmaschinen.

G. Krebs' Schraubenschneidmaschine (Fig. 1 bis 6).

Textabbildung Bd. 282, S. 233
Von der Stufenscheibe a wird durch das Räderpaar b die Hohlspindel c bethätigt, in deren Kopf d vier radiale Nuthen zur Aufnahme und Führung der Schneidbacken e dienen, welcher ausserdem durch die Stirnplatte f vorne abgeschlossen ist. Ueber die Schneidbacken e verdreht sich der Druckring g mit vier excentrisch ansteigenden Bogentheilen, und wird durch ein Bremsband h umschlossen, welches vermöge eines Hebelwerkes i angespannt werden kann. Zwischen dem Druckring g und anliegend an einem Bord k der Hohlspindel c ist ein zweiter Ring e eingelegt, an dessen excentrischen Bogenleisten die Schneidbacken e anlaufen bezieh. durch dieselben zurückgezogen werden.

Textabbildung Bd. 282, S. 233
Da nun in einem eingedrehten Kreisschlitz dieses Ringes l zwei Muttern m durch zwei Schrauben n angezogen werden können, deren Klötzchen in zwei begrenzte, centrische Bogenschütze o des Kopfbordes der Hohlspindel c spielen, so wird bei einer Bremsung des Druckringes g und bei fortlaufender Drehung der Hohlspindel c eine Relativverdrehung zwischen Druckring g bezieh. Zwischenring l und der Hohlspindel c bis zum Anschlag der Schraubenklötzchen n eintreten, derzufolge die Schneidbacken e geöffnet oder geschlossen werden, eine Radialverschiebung, welche nur durch den Abstand der Schraubenklötzchen n vom Schlitzboden m begrenzt wird und die regelbar ist. (D. R. P. Nr. 44788 vom 6. März 1888.)

Cooke's Schraubenschneidmaschine (Fig. 7 und 8).

Vier Gleitstücke b verschieben sich in Radialschlitzen des Spindelkopfes a. In diese Gleitstücke sind unmittelbar die Schneidzähne eingesetzt und durch Seitenschräubchen c versichert. Um aber den Druck in der Achsrichtung im Spindelkopf selbst aufzufangen, sind die radialen Führungsschlitze schwalbenschwanzförmigen Querschnittes gemacht.

Auf der Hohlspindel a ist aber ferner durch einen Zapfenhebel h eine Hülse d axial verschiebbar, an der ein Ringtheil e angeschraubt ist, welcher vier schräggerichtete Bolzen f trägt, die sich in entsprechend schräg gebohrte Löcher der Gleitstücke b einschieben.

Textabbildung Bd. 282, S. 233
Sobald nun dieser Bolzenring e nach links verlegt wird, müssen die Gleitstücke b in radialer Richtung zusammenrücken, dagegen bei einer Rechtslage des Ringes e sich von der geometrischen Achse gleich massig entfernen. Diese Entfernung wird durch eine Anschlagschraube g bestimmt, bezieh. nach dem Gewindedurchmesser eingestellt. Gewindeschneidbacken werden aber am Näherrücken durch einen Hebelanschlag i begrenzt, während die Festlegung des Schneidwerkes durch einfache Drehung des Hebelgriffes k dadurch ermöglicht wird, dass eine Schraube l an den Stellbogen angedrückt wird.