Text-Bild-Ansicht Band 282

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dass der Mörtel nicht durch die Matte hindurchgeworfen werden kann.

C. O. Kliemand in Mülbitz bei Grossenhain, Sachsen, verwendet als Ersatz der Rohrmatten einen Putzträger für Deckenschalungen (D. R. P. Kl. 37, Nr. 42497), Fig. 42 und 43, welcher aus parallel unter der Decke straff angespannten Drahtseilen besteht, in welche doppeltschwalben-schwanzförmige Plättchen in solchen Abständen von einander eingezwirnt sind, die der Breite der Plättchen annähernd entsprechen. Dabei werden die Seile so angeordnet, dass die Plättchen des einen Seiles in die Lücken zwischen den Plättchen der benachbarten Seile eingreifen. Der aufgetragene Putz dringt zum Theil unter die Plättchen und wird so gehalten. An Stelle der doppeltschwalbenschwanzförmigen Plättchen sollen auch Plättchen von anderer Form oder auch Stifte verwendet werden, welche zwischen den Drähten eingezwirnt sind.

Gth.

Neuere Schrauben- und Rohrgewindeschneidmaschinen.

Mit Abbildungen.

(Schluss des Berichtes S. 233 d. Bd.)

D. Saunders' Gewindeschneidmaschine für Rohre.

Gasrohre bis 105 mm Durchmesser werden mit der in Fig. 34 bis 38 nach American Machinist 1889 Bd. 12 Nr. 44 S. 1 und 2 zur Ansicht gebrachten und von D. Saunders' Sons in Yonkers N. Y. gebauten Maschine mit Gewinde versehen und auch abgestochen, ohne erst eine Umspannung vornehmen zu müssen.

Textabbildung Bd. 282, S. 261
Mittels Winkelräder wird von der zweiten Kurbelwelle aus, welche durch Stirnräder mit der ersten verbunden ist, je nach der erforderlichen Kraftstärke, ein grosses Zahnrad a getrieben, an welchem unmittelbar die in Fig. 35 bis 38 dargestellte Abstechvorrichtung angebracht ist.

Zwischen parallelen Zahnleisten b des Zahnrades a sind zwei in einander greifende Backen c und d einzeln durch Hohlschraube e und an c fest angesetzter Schraube f verstellbar, wobei die Hohlschraube e mit ihrem eingedrehten Hals im Lagerböckchen g sitzt, während die andere Hohlschraube h zum Vorschub des Abstechstahlschlittens i dient, der zwischen den Klemmbacken d sich führt.

Dieser doppelte Klemmbackenkörper d wird durch die Schraube k derart an das feststehende Werkstückrohr gestellt, dass diese Klemmbacken c und d sich um das Rohr leicht drehen können.

Textabbildung Bd. 282, S. 261
Mittels eines Sperrad- und Hebelschaltwerkes lm und einer Rückgangfeder n wird bei jeder Umdrehung des grossen Zahnrades a der Abstechstahl i um die Spanndicke vorgerückt.

An dieses Zahnrad a ist ferner der Schnidkopf mit drei Gewindbacken angeschraubt (Fig. 34). Stärkere Röhren werden mit Gewinde versehen, indem dieselben in dem rückwärtigen Schraubstock gegen Drehung zwar gesichert, doch dem Rohr eine axiale Verschiebung zugelassen wird.

D. Saunders' grosse Rohrgewindeschneidmaschine.
Fig. 39.

D. Saunders in Yonkers N. Y. haben nach American Machinist 1891 Bd. 14 Nr. 21 * S. 1 eine Maschine zum Abstechen und Gewindeschneiden für Rohre von 230 bis 406 mm Durchmesser gebaut.

Textabbildung Bd. 282, S. 261
In die hohle Spindel von 457 mm Bohrung wird das Werkstückrohr eingelegt und durch je eine Klemmkuppelung am hinteren und vorderen Spindelende festgehalten. Das Werkstück kreist mit der Spindel, welche von einem 150 mm breiten Riemen durch Vermittelung eines (88:1) übersetzenden Räderwerkes bethätigt wird. Die Durchmesser der Stufenscheibe betragen 460 bis 610 mm. Auf dem Bettrahmen gleitet ein Winkelschlitten mit dem Gewindeschneidkopf, der Abstechvorrichtung und dem Führungslager. Das Gewicht dieser Maschine ist zu 7 tons angegeben.