Text-Bild-Ansicht Band 287

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Zusammentreffen mit einem Hubbegrenzer l seitwärts bewegt wird und durch das nunmehrige Niederfallen des Gashahnhebels die Leitung geschlossen wird.

Das selbsthätige Oeffnen der Gasleitung erfolgt, nachdem alles Gas von dem Wasser in den Cylindern A und B absorbirt ist; es erhöht sich dann der Druck in diesen letzteren und das durch das S-förmige Rohr M streichende Gas bewegt einen im oberen Ende dieses Rohres liegenden Kolben n1 und damit den um m1 drehbaren, mit der Kolbenstange f2 verbundenen Hebel m aufwärts, wodurch die Gasleitung geöffnet wird, die im Uebrigen nie gänzlich abgesperrt zu sein braucht, da stets eine kleine Flamme am Brenner bleiben kann, auch wenn der Gashahn zugedreht wird.

Um die Wirkung des Auslassventils i des Cylinders C selbsthätig zu gestalten, ist dasselbe in Gestalt eines Schiebers angeordnet und mit einem Ansätze o versehen, der von einem mit der Kolbenstange f2 durch eine Stange P verbundenen Hebel O gehoben wird, wenn der Cylinder vollständig gefüllt und die Kolbenstange in ihre höchste Lage gehoben ist. Eine Feder i2 dient dazu, das Ventil i wieder zu schliessen, wenn der Cylinder C sich entleert hat.

Mit dem Oeffnen der Gasleitung bezieh. Heizen des Cylinders A wird gleichzeitig auch mittels einer an der Kolbenstange f2 angebrachten Gabel f3 f4 der Dreiwegehahn Q3 derart eingestellt, dass Wasser aus der Leitung R durch Rohr D1 nach dem Kühlgefäss D fliesst. Ist nun nach einiger Zeit sämmtliches Gas aus der Absorptionsflüssigkeit ausgetrieben, so hat sich in Folge der erlangten Ausdehnung des Oeles der Kolben f1 in seinem Rohr so weit mit Stange f2 gehoben, dass der Arm H3 durch Arm l zur Seite geschoben wird und der Hebel H1 den Gashahn H schliesst. In diesem Augenblicke öffnet auch die Stange f2 das Ventil i, so dass die in C angesammelte Flüssigkeit nun in die Verdunstungschlange E eintreten und dort Kälte erzeugen kann. Die Stange f2 streckt sich jetzt allmählich wieder, so dass auch Wasserhahn Q3 umgestellt wird, und zwar so, dass das Wasser von Rohr D1 abgesperrt und durch Rohr Q1 nach Q fliesst, dort den Cylinder A abkühlend.

Das im Rohre E durch Verdunstung entstehende Gas wird nun von der sich abkühlenden Absorptionsflüssigkeit continuirlich absorbirt, bis das Gefäss C leer ist. Ist dieser Zeitpunkt eingetreten, so hat sich in den Gefässen A und B eine gewisse Spannung gebildet, welche den Kolben f1 wieder hebt, dadurch in Folge Hebens der Stange f2 den Gashahn H öffnet und so das Spiel von neuem beginnen lässt.

Um der letzten Bedingung Genüge zu leisten, ist an einer geeigneten Stelle des Rückflussrohres F ein mit Hahn t2 versehenes Ablassrohr p angeordnet, unter welchem sich ein Wasser enthaltendes Gefäss t1 befindet; ist der Apparat in Thätigkeit, so wird das Ablassrohr geöffnet und die in dem Apparate enthaltende Luft ausgetrieben, was sich durch Blasenbildung in dem Gefässe t1 bemerkbar macht. Hört die Blasenbildung auf und ist alle Luft ausgetrieben, so wird durch Drehen des Hahnes t2 das Ablassrohr geschlossen. Es ist nur nöthig, diese Ablassvorrichtung in Thätigkeit zu setzen, wenn der Apparat zum ersten Male gefüllt wird, oder aber meist nur in sehr langen Zwischenräumen.

(Schluss folgt.)

Scher- und Lochmaschinen.

Mit Abbildungen.

Hilles und Jones' Flanschenlochstanzmaschine (Fig. 1).

Textabbildung Bd. 287, S. 125
Eine eigenthümliche, den standfesten Nietmaschinen nachgebildete Lochmaschine mit wagerechter Stempelbewegung zum Lochen von Flanschen an Flammrohren, Stutzen und namentlich zum Lochen der an Kesselbodenöffnungen angebogenen Flanschen für die Flammrohre u. dgl. wird nach American Machinist, 1890 Bd. 13 Nr. 17 S. 5, von der Hilles und Jones Company in Wilmington, Delaware, in fünf Grössenabstufungen gebaut, von denen die kleineren ausschliesslich zum Lochen von Flanschen bestimmt, die