Text-Bild-Ansicht Band 291

Bild:
<< vorherige Seite

des Gaszuflusses zur Pumpe G oder durch Beeinflussung des Steuerventils erfolgen. Die beschriebene Gasmaschine, die natürlich sowohl mittels Leuchtgas, als auch mittels anderer brennbarer Gase oder Erdöl betrieben werden kann, gestattet vermöge der getroffenen Anordnung und Arbeitsweise, einen Verbrennungsdruck von 60 at und darüber zu erzeugen, was mit einer erheblichen Verkleinerung des Querschnittes der Arbeitskolben und des Arbeitscylinders und erheblicher Verminderung der abkühlenden Flächen verbunden ist.

(Fortsetzung folgt.)

C. P. Elieson's Speicherzelle.

Mit Abbildungen.

Textabbildung Bd. 291, S. 185
Eine eigenthümliche Anordnung hat C. P. Elieson seinen nach Plante's Anordnung aufgebauten Speicherzellen gegeben, um in denselben bei Verwendung von nur zwei Elektroden eine möglichst grosse wirksame Oberfläche zu erhalten. Jede Zelle besteht nach dem Londoner Electrical Engineer, 1892 Bd. 10 * S. 335, aus drei Theilen, welche in Fig. 1 (zum Theil im Schnitt), 2 und 3 abgebildet sind. Die positive Elektrode (Fig. 3) wird in ein büchsenförmiges Geripp (Fig. 2) eingesetzt und mit diesem in die negative Elektrode (Fig. 1). Eine Büchse aus Hartgummi ist mit einem 25 mm vom Boden nach oben sich erstreckenden Rande versehen, worauf die negative Elektrode ruht, so dass jede Möglichkeit zur Herstellung eines Kurzschlusses durch die Anhäufung des auf den Boden herabtropfenden Oxydes ausgeschlossen ist. Jede der gerieften Hüllen aus dünnem Blei, woraus eine Zelle besteht (vgl. auch 1893 290 * 277), ruht auf einer anderen und jede Riefe läuft quer über oder unter einem Winkel gegen die Riefung der nächsten Hülle. Neun solcher Hüllen bilden eine Elektrode. Die positive Elektrode misst 125 × 82 × 200 mm und besitzt 25800 qc wirksame Oberfläche; die negative 163 × 113 × 200 mm. Die auf jeder Elektrode vorhandenen Ruthen laufen gerade nach dem Boden hin und sind durch und durch gebrannt, so dass sie eine vollkommene metallische Berührung mit jeder Hülle sichern. Das Gewicht der beiden Elektroden beträgt 5,675 k, oder 10,742 k mit Einschluss der Büchse und des Elektrolytes. Diese Zellen sollen sehr wenig Aufsicht bedürfen und die positive Elektrode soll kaum nach 12 Monaten strenger Thätigkeit erneuert werden müssen. Die Formirung erfolgt wie gewöhnlich, theils chemisch und schliesslich elektrisch. Jede Zelle leistet etwa 100 Ampère-Stunden, die Formirung aber kann bei 60 oder 80 Ampère-Stunden eingestellt werden, weil die Zelle in ihrer Capacität während ihrer Arbeit bald zunimmt.

H. Tipping's elektrische Bogenlampe.

Mit Abbildung.

Textabbildung Bd. 291, S. 185
Bei den von H. Tipping in Greenwich nach seinem englischen Patent Nr. 2690 vom 11. Februar 1892 hergestellten Bogenlampen wird die Regulirung der Kohlen in folgender Weise durchgeführt. Die obere Kohle ist an einer Zahnstange angebracht; auf der Achse des Getriebes, in welches die Zahnstange eingreift, sitzt ein Zahnrad, welches mit einem anderen Getriebe im Eingriff steht; auf die Achse des letzteren ist nun noch ein drittes Getriebe aufgesteckt, in dessen Zähne eine zweite Zahnstange eingreift. Diese zweite Zahnstange aber wird getragen von dem Ankerkerne eines Elektromagnetes, der Kern geht durch die Rolle des Elektromagnetes hindurch und ist seinem oberen Ende an einer regulirbaren, von einem Rahmentheile der Lampe herabreichenden Spiralfeder befestigt. Die Elektromagnetrolle liegt in einem Nebenschlusse zu den Lampenkohlen; wenn daher der Lichtbogen länger wird, nimmt die Stärke des durch die Rolle gehenden Stromzweiges zu, der Anker wird in die Rolle empor gezogen, stösst endlich mit einem an ihm angebrachten Finger an einen Zapfen und bringt die Zahnstange ausser Eingriff mit dem Getriebe; die obere Kohle kann deshalb jetzt niedergehen, bis der Anker beim Schwächerwerden des Stromzweiges in. der Rolle und des durch ihn hervorgerufenen Magnetismus wieder niedergeht und mit dem Getriebe in Eingriff kommt.

W. H. Dingle und J. M. Urquhart's elektrischer Umschalter.

Mit Abbildungen.

Der in England unter Nr. 22725 vom 29. December 1891 für W. H. Dingle und J. M. Urquhart in London patentirte Ausschalter hält in der in Fig. 2 gezeichneten Stellung den Strom geschlossen, in Fig. 1 unterbrochen. Wird in Fig. 1 der Knopf D niedergedrückt, bis das Ende