Text-Bild-Ansicht Band 292

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DINGLERS
POLYTECHNISCHES JOURNAL.

Jahrg. 75. Bd. 292, Heft 3. Stuttgart, 20. April 1894.

Textabbildung Bd. 292, Hefttitelillustration
Jährlich erscheinen 52 Hefte à 24 Seiten in Quart. Abonnementspreis vierteljährlich M. 9.–. direct franco unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich M. 10.30, und für das Ausland M. 10.95. Redaktionelle Sendungen u. Mittheilungen sind zu richten: „An die Redaktion des Polytechn. Journals“, alles die Expedition u. Anzeigen Betreffende an die „J. G. Cotta'sche Buchhdlg. Nachf.“, beide in Stuttgart.

Neuere Biegemaschinen.

(Schluss des Berichtes S. 25 d. Bd.)

Mit Abbildungen.

J. Laidlow's Transportschnecken-Biegemaschine.

Zur Wagerechtförderung von Körnerfrüchten, Mahlgut u. dgl. wird seit einigen Jahren eine Förderschnecke (Fig. 43) in Anwendung gebracht, die aus einer schraubenförmig gebogenen Flachschiene besteht, welche mittels Schraubenstifte frei um eine Welle befestigt wird und mit dieser in einem Blechkasten kreist. Zum Biegen dieser cylindrischen Schraube aus geraden Flachstäben dient nach Industries, 1891 Bd. 11 * S. 601, bezieh. nach dem englischen Patent Nr. 3697 vom 2. März 1891 die von Watson, Laidlow und Co. in Glasgow gebaute Biege- und Schränkmaschine (Fig. 44 und 45). Diese besteht im Wesentlichen aus zwei festgelagerten fliegenden Rollen B und D, welche vermöge eines Zwischenrades N im gleichen Drehsinn kreisen, und einer dritten stellbaren Biegerolle C, welche auch angetrieben zu den Rollen B und D gegensätzlich umläuft.

Textabbildung Bd. 292, S. 49
Während diese Rollen B und D sammt dem Zwischenrade N bezieh. der Hauptspindel E mit dem Schneckentriebwerk L und M im cylindrischen Gestellkasten lagern, sitzt der Zapfen für die Biegerolle C in einem Deckel F, welcher vermöge eines Schneckenradbogens V eine Winkelverstellung bis zu 45° ermöglicht.

Textabbildung Bd. 292, S. 49
Dadurch wird ohne Beeinträchtigung des Eingriffes der Räder O und K eine Verlegung der Biegerolle C gegen die Centrale der Rollen BD thunlich, wodurch der Krümmungshalbmesser der Cylinderschraube abgeändert werden kann.

Nun ist zur Abschränkung des gebogenen Reifens eine ansteigende Kreisbahn J vorgesehen, auf welcher das gebogene ablaufende Ende aufsteigt, wodurch die Steigung des Schraubengewindes dementsprechend erzeugt wird.

Da diese Deckplatte F mit der vertauschbaren Kreisbahn J um die Mittelrolle B schwingt, so ist eine Aussparung darin nöthig, um die zweite festlagernde Rolle D zu umgehen.

In den Biegerollen sind für die Aufnahme des Stabes Rillen eingedreht, und während zur Unterstützung des Biegevorganges eine Rücklaufbewegung derselben durch das Wendetriebwerk vorgesehen ist, dient zur vollständigen Abstellung der Maschine die übliche Losscheibe.

W. Allen McCool's Wellenrichtmaschine.

Nach dem D. R. P. Nr. 47171 vom 28. August 1888 stützt sich die abzurichtende Welle D (Fig. 46 und 47) auf die Seitenborde der beiden Walzen C, während die Biegerolle E durch die Schraubenspindel m gegen das hohl liegende Wellenstück niedergestellt wird. Da nun die beiden Stützwalzen C vermöge eines Schneckenradtriebwerkes B, J nach gleichem Drehsinn kreisen, so wird unter der Druckwirkung der Biegerolle E die Welle mitlaufen und längsseits mit der Zange d durchgezogen.

Textabbildung Bd. 292, S. 49

T. Barraclough's Drahtrichtmaschine.

Diese nach einem englischen Patent von Wood und Smith in verbesserter Ausführung von T. Barraclough und Co. in Manchester gebaute Richtmaschine (Fig. 48) ist nach Industries, 1890 Bd. 8 * S. 5, aus der eigentlichen