Text-Bild-Ansicht Band 292

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Nun sind die Segmente 7 mit 8, ferner 3 mit 10, 11 mit 12, sowie 12 mit 6 und n in leitender Verbindung, während die Nebenschlusswickelung des Motors D an 1 und 11 anschliesst, in welcher der Strom zur Erregung des magnetischen Feldes in jedem Falle in gleicher Richtung fliesst.

Die Drahtenden r für die Widerstandsleitungen münden am Schaltbrett in n und n1. Wird bei Stromunterbrechung die Brücke B aus der Mittellage (Fig. 72 und 73) nach rechts gedreht, so werden im Sinne der Rechtsdrehungen immer mehr Widerstände (des Rheostaten) ausgeschaltet und die Stromstärke dadurch verstärkt, während im Hauptstromkreis die von der Steuerschiene l vollständig unabhängigen Regulirwiderstände r1 (Fig. 74 und 75) eingeschaltet bleiben.

Bei dieser Rechtsstellung der Brücke fliesst der Strom von 1, 2 durch die äussere Bürste m2, ferner durch die Widerstände r von n nach n1 durch das Solenoid 13 und die Widerstände r1 (15, 16) zu den Bürsten o des Motorankers M, von o1 nach dem Schaltsegment 9, von 9 nach 10 durch die mittlere Bürste m1 nach 6 und 5 durch die Hauptleitung 4 nach dem Generator G zurück. Umkehrung der Drehrichtung des Motors M wird durch Umkehrung des Stromes bei Linksdrehung der Brücke B erhalten, indem der Strom von 1, 2, 3 durch die mittlere Bürste m1 nach 9, durch die Bürste o1 des Motors M nach o, durch die Widerstände r1 (16, 15) rückläufig durch das Solenoid S (13) nach n2, durch die äussere Bürste m2 nach 5 und durch die Hauptleitung 4 zum Generator G zurückfliesst.

Die selbsthätige Sicherheitsvorrichtung (Fig. 74) gegen die Steigerung der Stromstärke in den Ankerwindungen besteht aus dem Solenoid S, dessen Eisenkern auf einem Winkelhebel 14 sitzt, der durch die mitschwingende Contactbürste 15 die Widerstände r1 (16) auslöst. Mittels einer Rolle wird dieser Winkelhebel 14 durch die symmetrische Curvennuth 18 in die Lage Fig. 74 eingestellt und darin im Bereiche des centrischen Bogentheiles auch erhalten.

Da nun diese Curvennuth 18 mit der Brücke B durch die Steuerschiene l (Fig. 73 und 74) gedreht wird, so wird in den Endstellungen derselben der Winkelhebel 14 in die Nutherweiterung von 18 schlagen und dadurch zum Ausschwingen frei werden. In Folge dessen bewegt sich der bogenförmige Solenoidkern nach aussen und schaltet durch die Bürste 15 die Widerstände r1 (16) aus. Da aber der in die Hauptleitung eingeschaltete Solenoid eine der Stromstärke entsprechende Drahtwickelung besitzt, so wird bei einer die normale übersteigenden Stromstärke der Solenoidkern in die Spule eingezogen und dadurch werden die Widerstände r in den Hauptstrom eingeschaltet.

Roux und Combaluzier's Versenkgitter und Hebebühne.

Im Pariser Hippodrom ist eine umgitterte Arena zur Abhaltung von Schaustellungen mit wilden Thieren errichtet, die nach Le Génie civil, 1891 Bd. 19 Nr. 4 * S. 53, die in Fig. 76 bis 82 dargestellten Einrichtungen besitzt.

Textabbildung Bd. 292, S. 295
Das aus eisernen Rohrstäben von 34 mm Stärke und 27 mm lichter Weite, 4,5 m Höhe und 130 mm Mittelabstand gebildete Gitter (Fig. 77 bis 79) hat eine Gesammtlänge von 185,1 m und umschliesst eine Bodenfläche von 2313 qm von der Grundrissform Fig. 76. Dasselbe ist in einem 500 mm hohen Fachwerkrahmen eingebaut und am oberen Theil durch ein Band aus ∪-Eisen verbunden, während im Abstande von je 2 m an Stelle des Rohrstabes ein ∪-Eisen von 135 : 34 mm Querschnitt angebracht ist.

Zur Geradführung dieses Gitterrahmens dienen 16 Verlängerungszungen, neben welchen abwechselnd rechts- und linksseitig die 16 Hebekolben angeordnet sind. Jeder Hebekolben hat bei 80 mm Durchmesser bezieh. 50 qc Querschnitt ein Eigengewicht von 200 k, insgesammt daher für 16 Kolben 3200 k, was zum Gewicht des Gitters von 32000 k gezählt eine Gesammtlast von 35200 k ergibt, die mit einer Geschwindigkeit von 0,1 m/Sec. auf 4,3 m Höhe zu heben ist.

Hierzu werden 43 Zeitsecunden und 16 . 0,5 . 43 = 344 l Presswasser, d. i. 8 l secundlich, gebraucht, welches von einem Gewichtsaccumulator geliefert wird, der bei 380 mm